Maik Zimmer übernimmt

Offenthaler neuer Vorsitzender der SPD Dreieich

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Der neue Vorstand des SPD-Ortsvereins Dreieich (von links): Max Schiemann, Dr. Ulla Eisenhauer, Ann-Catrin Stroh, Maik Zimmer, Renate Borgwald und Peter Hunkel.

Dreieich - Der Vorsitz des SPD-Ortsvereins Dreieich bleibt in Offenthaler Hand. In der Jahreshauptversammlung wählten die Mitglieder Maik Zimmer einstimmig zum Nachfolger von Dr. Thomas Vortmüller, der beruflich zu viel um die Ohren hat und deshalb nicht mehr kandidierte. Von Frank Mahn 

Ebenso einmütig befürwortete die Basis den Vorschlag des Vorstands, den parteilosen Ersten Stadtrat Martin Burlon bei seiner Bewerbung für den Posten des Bürgermeisters zu unterstützen. Amtsinhaber Dieter Zimmer (SPD) hatte im Februar bekannt gegeben, aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr zur Verfügung zu stehen.

Burlon, seit 2009 Erster Stadtrat an der Seite Zimmers, stellte sich den gut 40 Mitgliedern am Donnerstagabend im Bürgerhaus vor und warb für seine Positionen. Nachdem es gelungen sei, die Schulden der Stadt in den vergangenen Jahren deutlich zu reduzieren, müsse dieser Kurs weiterverfolgt werden. Mit der Gründung des Dienstleistungsbetriebs und der Übergabe der Sportplätze in die Hände der Vereine seien strukturelle Veränderungen auf den Weg gebracht worden, durch die langfristig städtische Mittel gespart würden, so Burlon.

Das Thema Stadtentwicklung müsse ganzheitlich betrachtet werden, sagte der Erste Stadtrat. Die interne Arbeitsgruppe tage im ersten Quartal 2019 ein letztes Mal – danach wolle er mit den dort entwickelten Ideen in die öffentliche Diskussion gehen. Ein wichtiger Schritt ist für Burlon die Gründung der Dreieich-Bau AöR gewesen. „Ja, wir nehmen dafür viel Geld in die Hand und ja, wir werden dafür auch Schulden machen. Aber wir schaffen auch Gegenwerte und können bezahlbaren Wohnraum anbieten. Das machen unsere Nachbarstädte Langen und Neu-Isenburg schon seit Jahrzehnten.“

Wirtschaftsförderung und Digitalisierung will Burlon zur Chefsache machen, wenn er am 28. Oktober beziehungsweise bei einer Stichwahl eine Mehrheit auf sich vereinen kann. Seine fraktionsübergreifende Arbeitsweise werde er beibehalten, sagte Burlon und betonte, politisch unabhängig bleiben zu wollen.

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Die frühere Bundestagsabgeordnete Uta Zapf wollte wissen, wie er mit dem Aufregerthema Lettkaut umgehen wolle. Bürgern wie Hans Strothoff und Hans Nolte müsse es möglich sein, sich in ihrer Stadt zu engagieren, entgegnete Burlon. „Es wäre ein Fehler gewesen, diese Chance für die Stadt von vornherein abzulehnen. Das wäre mit einer verantwortlichen Stadtpolitik nicht zu vereinbaren gewesen.“ Der politische Auftrag sei mit dem Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan klar definiert. Durch die personellen Veränderungen im Vorstand der Kleingärtner sieht Burlon die Möglichkeit zu einem konstruktiven Dialog.

Eine wichtige partei-interne Personalie ging ebenfalls geräuschlos vonstatten. Einstimmig (bei einer Enthaltung) sprachen die Mitglieder Maik Zimmer das Vertrauen aus. Der 32-Jährige ist seit 2016 auch Vorsitzender der Offenthaler SPD – und geht die Doppelbelastung an. „Ich bin beruflich nah an den Themen, die die Partei bewegen.“ Zimmer, seit elf Jahren Parteimitglied, ist seit fünf Jahren Geschäftsführer des SPD-Unterbezirks Main-Kinzig. Als Stellvertreter stehen ihm die wiedergewählten Renate Borgwald und Max Schiemann zur Seite. Neuer Kassierer ist Peter Hunkel, der Simone Graser ablöst. Das Amt des Pressesprechers hat Michael Möck abgegeben. Darum kümmert sich künftig Dr. Ulla Eisenhauer.

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