Informationsbedürfnis online stillen

Max-Eyth-Schule aus Dreieich setzt auf Video-Podcast und digitale Sprechstunden

Präsentieren die Max-Eyth-Schule jetzt digital: Florian Mohr, Schulleiter Wolf-Dieter Gäbert und Klaus Wessel (links) arbeiten an einem Video-Podcast und einer Video-Konferenz zur Vorstellung der MES.
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Präsentieren die Max-Eyth-Schule jetzt digital: Florian Mohr, Schulleiter Wolf-Dieter Gäbert und Klaus Wessel (links) arbeiten an einem Video-Podcast und einer Video-Konferenz zur Vorstellung der MES.

„Seit März machen wir alles anders als ursprünglich geplant“, sagt Wolf-Dieter Gäbert. Die Pandemie stellt den Leiter der Max-Eyth-Schule (MES) mit ihren rund 2 200 Schülern vor gewaltige Herausforderungen.

Dreieich – Die Gesamtkonferenz mit 140 Lehrern hat er zuletzt im Bürgerhaus organisiert. Mit den steigenden Infektionszahlen ist die erlaubte Anzahl bei Versammlungen runtergesetzt worden – damit ist die Konferenz nicht mehr als Präsenzveranstaltung möglich und die Schule steigt auf ein Videoformat um.

„Für uns ganz schwierig ist aber, dass wir keine Informationsveranstaltung für die zukünftigen Schüler und deren Eltern anbieten können“, sagt Gäbert. Eigentlich hat das komplette Haus des lebenslangen Lernens einen Tag der offenen Tür, bei dem die Schule wichtige Informationen verteilen kann. Auch der Infoabend, der ersatzweise von den Pädagogen geplant war, ist inzwischen nicht mehr realisierbar. „Wir brauchen also Alternativen. Denn wir bekommen jetzt schon täglich Anrufe von Eltern, wie und wann sie ihre Kinder anmelden können und was wir anbieten“, sagt Klaus Wessel, Leiter des beruflichen Gymnasiums an der MES. Gemeinsam mit seinem Kollegen Florian Mohr, der für die Fachoberschule zuständig ist, und Wolf-Dieter Gäbert hat er ein interaktives, digitales Konzept erarbeitet. „Im ersten Schritt gehen wir den ganz normalen analogen Weg und verteilen an den Partnerschulen unsere Flyer. Da werden wir auch das neue Konzept für unser digitales Infoangebot bewerben“, kündigt Wolf-Dieter Gäbert an.

Ein wichtiger Baustein wird ein Video-Podcast sein, der mit einem Film das Angebot und auch das Leben an der Schule darstellen soll. „Es wird eine Art Schulporträt sein, in dem wir unsere Schulformen und deren Schwerpunkte und Chancen vorstellen“, erklärt Florian Mohr. Dabei sollen nicht nur Schulleiter und Lehrer zu Wort kommen, in dem Film sollen auch Schüler über den Alltag an der Max-Eyth-Schule sprechen. In einem zweiten Schritt gibt es zwei Termine für Videosprechstunden via Zoom. Dabei können Eltern und Schüler persönlich mit den Lehrern in Kontakt treten. Geplant ist diese Online-Variante für den 15. und 16. Dezember. „Wir arbeiten noch an der Umsetzung, aber es wird so sein, dass sich die Interessenten zuvor bei uns anmelden und eine Mailadresse hinterlegen, damit wir ihnen den Link zuschicken können, mit dem sie sich dann in die Konferenz einschalten können“, erläutert Gäbert. Das Leitungs-Trio der MES hofft, dass sich möglichst viele potenzielle Schüler und Eltern auf dieses Format einlassen. „So wie wir uns jetzt in dieser Pandemie digitalisieren, haben ja auch viele Menschen im Berufsleben den Umgang mit digitalen Formaten trainiert“, ist Florian Mohr optimistisch.

Der Informationsbedarf sei auf jeden Fall da, das Interesse an der Schule sei immens. Gerade in unsicheren Zeiten und angesichts sinkender Abschlüsse von Lehrverträgen sei eine Weiterqualifikation der jungen Menschen immer eine Option, ist Gäbert überzeugt. Um dem Wachstum an der Max-Eyth-Schule gerecht zu werden, nutzt die Schule inzwischen schon vier Räume des alten Gebäudes, das zwischenzeitlich vom Kreis Offenbach als Flüchtlingsunterkunft umfunktioniert war. „2022 soll es aber komplett mit beiden Geschossen saniert werden, sodass wir auch noch mehr Möglichkeiten mit unserem Platzangebot haben“, ist Gäbert dankbar. Nicht zuletzt freut sich der Schulleiter auf einen flexibel nutzbaren Raum, der künftig Fachkonferenzen mit 50 bis 60 Kollegen ermöglicht. (Von Nicole Jost)

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