Mehr Platz für naturnahes Grün

Stadt setzt Entsiegelung von Flächen fort – mit heimischen Pflanzen

So sieht der Bereich an der Ecke zur Lindenstraße heute aus. Auch das ist ein Beitrag zur Entsiegelung.  
+
So sieht der Bereich an der Ecke zur Lindenstraße heute aus. Auch das ist ein Beitrag zur Entsiegelung.  

Klimaschutz fängt in den Kommunen an. Dazu dient auch die Entsiegelung von befestigten Flächen. Das ist in Dreieich seit 2017 an verschiedenen Standorten erfolgt. Weitere sollen folgen.

Dreieich – Entsiegelungen leisten einen Beitrag zum Bodenschutz und fördern das Kleinklima. Oberflächenwasser kann versickern und unterstützt so die Grundwasserneubildung, heißt es aus dem Rathaus. Zudem werden insekten- und vogelfreundliche Pflanzungen angelegt sowie heimische Pflanzen bevorzugt. Das alles ist in einem Maßnahmenplan verankert, mit dem die Stadt am Labelingverfahren „Stadtgrün naturnah“ teilnimmt und sich im Rahmen des bundesweiten Projekts die Förderung von naturnahem Grün auf die Fahne schreibt.

Den Anfang hat in 2017 die Hainer Trift in Buchschlag gemacht. Dort wurden vier Betonpflanzkübel in ökologisch wertvolle Pflanzflächen umgewandelt – verbunden mit der Entsiegelung von 85 Quadratmetern. Weitere Standorte folgten 2019, die Pflanzungen fanden jetzt im Frühjahr statt: Ähnlich wie in der Hainer Trift wurde in Götzenhain in der Philippseicher Straße aus einem Kübelstandort ein neues acht Quadratmeter großes Pflanzbeet geschaffen. Nach der Unterpflanzung mit Stauden folgt der Baum im Herbst.

So sah das in die Jahre gekommene hässliche Hochbeet in der Fichtestraße in Sprendlingen über viele Jahre aus.

Im Birkenweg in Dreieichenhain stehen zwei große Linden, deren offene Baumscheiben gerade mal zwei mal zwei Meter groß waren. Diese lagen in einem großen Plattenbereich und boten nicht ausreichend Platz für die Bäume und Wurzeln. Da wurden 60 Quadratmeter entsiegelt und neu bepflanzt.

In Sprendlingen gab es Am Trauben zwei wenig wertvolle Flächen mit 26 Quadratmetern, die seitlich Parkplätze einrahmten. Dort wurden gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Es entstanden zusätzliche Parkplätze bei der Vergrößerung der Pflanzflächen auf 54 Quadratmeter. Diese bieten nun Platz für neue Bäume sowie insekten- und vogelfreundliche Pflanzen.

In der Fichtestraße wurden aus zwei kübelartigen Hochbeeten zwei Staudenbeete mit insgesamt 28 Quadratmetern. Die Bepflanzung erfolgte experimentell mit einer speziell entwickelten heimischen Staudenmischung. Sollte sich diese gut entwickeln, wird sie an weiteren Standorten eingesetzt.

Bürgermeister Martin Burlon freut sich über die gelungene Umsetzung: „Denn auch diese vermeintlich kleinen Maßnahmen leisten ihren Beitrag und werten das Straßenbild auf.“

hok

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Mehr zum Thema

Kommentare