DB tut Gutes, redet aber nicht drüber: Zweistöckiges Parkhaus für Drahtesel

Mehr Service am Sprendlinger Bahnhof

Erfreulich für Pendler: Ein überdachtes Fahrrad-Parkhaus steht seit einigen Wochen am Sprendlinger Bahnhof.
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Erfreulich für Pendler: Ein überdachtes Fahrrad-Parkhaus steht seit einigen Wochen am Sprendlinger Bahnhof.

Die Deutsche Bahn AG ist immer für Überraschungen gut – manchmal auch für positive. So wie aktuell am Sprendlinger Bahnhof. Dort steht seit einigen Wochen eine überdachte Doppelstock-Radparkanlage.

Dreieich - Darüber freut sich Dieter Fröhlich natürlich. Der Sprendlinger ist Sprecher des ADFC-Ortsvereins und ehrenamtlicher Radverkehrsbeauftragter der Stadt Dreieich. Fröhlich wundert sich allerdings, dass die Bahn diese Ausweitung der Parkkapazität nicht offensiv verkauft hat. Sein Tipp an das Unternehmen: „Tue Gutes und rede darüber!“

In unserer Montagausgabe hatten wir über die Vermüllung im Umfeld des Sprendlinger Bahnhofs berichtet. Und die schlechte Nachricht verkündet, dass die DB nicht mehr bereit ist, das Gelände an die Kommune zu verkaufen. Wilhelm Ott, Vorsitzender der Freunde Sprendlingens, ist der Zustand des Areals ebenfalls ein Dorn im Auge. Dabei hatte der Verein die Ladestraße und das Gelände drumherum vor einiger Zeit im Zuge der Aktion „Sauberhaftes Dreieich“ von Müll und Unrat befreit. „Es dauerte jedoch nicht lange, bis irgendwelche Leute ihre Altreifen und Renovierungsreste dort abgelagert hatten. Der Schmutz und auch die Schmierereien an den Wänden kommen nicht von alleine. Dem DLB würde übrigens kein Zacken aus der Krone fallen, mit der Kehrmaschine dort eine Zusatzrunde zu drehen“, meint Ott.

Aber, so der Vorsitzende des Vereins für Heimatkunde, man müsse auch anerkennen, dass die Bahn kürzlich einiges in den Haltepunkt Sprendlingen investiert habe. Ott nennt nicht nur das Fahrrad-Parkhaus. Außerdem seien die Platten beider Bahnsteige komplett erneuert und Graffiti beseitigt worden. „Wenn die Schlaglochpiste neben dem gepflasterten Bahnhofsvorplatz noch eine Asphaltschicht bekäme, sähe das engere Bahnhofsumfeld ganz manierlich aus.“  fm

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