Großer Bahnhof beim Richtfest

MHK-Europazentrale: Spektakuläre Visitenkarte

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Imposanter Bau: Die MHK-Europazentrale.

Dreieich - So etwas nennt man einen großen Bahnhof. Mehrere hundert Ehrengäste kamen gestern Mittag zum Richtfest der Europazentrale der MHK Group. Deren Chef Hans Strothoff strahlte mit der Sonne um die Wette. Von Frank Mahn

Und das nicht nur, weil die Arbeiten an dem Mega-Bauprojekt wie geplant vorangehen: Der Gründer und Vorstandsvorsitzende feierte 66. Geburtstag – in die Schar der Gratulanten reihte sich auch eine Ministerin ein. Gut ein Jahr nach dem Startschuss ist der Rohbau fertig – und mutet spektakulär an. Es sind vor allem architektonische, aber auch energetische Maßstäbe, die das Büro Albert Speer & Partner im Sprendlinger Norden setzt. Die künftige Firmenzentrale wird dem Stadtentree einen im wahrsten Sinne herausragenden Guck bescheren. „Wir Architekten liefern hier ein Meisterwerk ab“, ist Albert Speer überzeugt. Das ist nicht übertrieben. Was auf dem gut sechs Hektar großen Gelände an der Ecke Frankfurter Straße/Robert-Bosch-Straße entsteht, sucht seinesgleichen. Das 122 Meter lange Hauptgebäude für die zirka 450 Mitarbeiter setzt sich aus einem zweigeschossigen Sockel und einem viergeschossigen Glasfassaden-Kubus zusammen. Letzterer wird ohne weitere Stützen 31 Meter über den Sockelbereich hinausragen. Für die Statiker sei dies eine besondere Herausforderung gewesen, die sie aber gemeistert hätten, so Speer. Ein weiteres Merkmal ist ein 80 Meter langes Wasserbecken vor dem Haupteingang.

Ministerin Lucia Puttrich schenkte Hans Strothoff im Namen der Landesregierung einen Porzellanlöwen zum 66. Geburtstag.  Der Unternehmer strahlte beim Richtfest für den spektakulären Neubau mit der Sonne um die Wette.

Bauherr Hans Strothoff („Es ist reiner Zufall, dass ich heute Geburtstag habe.“) investiert einen hohen zweistelligen Millionenbetrag, um seine Vision zu verwirklichen. „Wir setzen hier einen Meilenstein für eine positive Weiterentwicklung der MHK Group, aber ein Unternehmer kann niemals für sich alleine agieren“, sagt der gebürtige Bremer, der längst in Dreieich heimisch geworden ist. Von der Strahlkraft der neuen Zentrale sollen auch Stadt und Region profitieren. „Das ist kein Büro- oder Zweckbau. Wir wollen langfristig Werte schaffen.“ Ein Baustein ist das MHK-Bildungszentrum, das punktuell der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden soll. Mit dem 1650 Quadratmeter großen Forum wird großzügig Raum für die Aus- und Weiterbildung von Küchenfachberatern, aber auch eine Kulisse für Kongresse, Ausstellungen, Konzerte oder Bankette geschaffen. Auch der Park, dessen Herzstück ein großer Rhododendron-Garten sein wird, soll von Zeit zu Zeit Kulisse für kulturelle Veranstaltungen sein. Zum Gesamtpaket gehören noch ein Parkhaus und ein Hotel. Das bestehende wird abgerissen und durch einen Neubau ersetzt.

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Von einem Unternehmer mit großem Verantwortungsbewusstsein spricht Lucia Puttrich. Die hessische Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten hat einen Hessenlöwen aus der Höchster Porzellanmanufaktur mitgebracht. Das Wappentier stehe für Mut, Stärke und Erfolg – Eigenschaften, die auch Strothoff auszeichneten. Mit der neuen Europazentrale stärke er nicht nur Stadt und Kreis, sondern das Rhein-Main-Gebiet insgesamt. Gleiches habe er mit seiner Internationalen Schule getan, lobt die Ministerin.

„Wir sind stolz auf das, was hier geschieht. Die Pläne wären an einem anderen Standort leichter umzusetzen gewesen, aber Hans Strothoff hat sich zu Dreieich bekannt“, freut sich Bürgermeister Dieter Zimmer. Der Strothoff’sche Zeitplan ist ehrgeizig. Am 28. November will der Unternehmer nicht nur zu seinem 67. Geburtstag ein besonderes Fläschchen köpfen – er will auch Einweihung feiern.

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