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Mit 61 Sachen in 30er-Zone in Dreieich geblitzt

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Von: Frank Mahn

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.Etliche Autofahrer wurden im vergangenen auch in Dreieich in Tempo 30-Zonen geblitzt.
.Etliche Autofahrer wurden im vergangenen auch in Dreieich in Tempo 30-Zonen geblitzt. © PM

Die Einhaltung der Coronaregeln in Gaststätten, Geschäften oder auf Wochenmärkten prägten 2020 die Kontrolltätigkeit des Fachbereichs Bürger und Ordnung in Dreieich. Für die Überwachung des Verkehrs fehlten häufig die personellen Ressourcen. Eine aussagekräftige Statistik liegt deshalb nicht vor. Im vergangenen Jahr aber sei es trotz Pandemie gelungen, den Fokus auch wieder stärker auf die Verkehrsüberwachung zu richten, so Erster Stadtrat Markus Heller.

Dreieich - Dabei gehe es vorrangig um den Schutz von Fußgängern, Radfahrern und Kindern. 211 Tempomessungen hat die Leiterin des Fachbereichs Bürger und Ordnung, Karin Eisenhauer, 2021 veranlasst. Das sind 84 weniger als 2019. Rund 152 500 Fahrzeuge wurden von den Messgeräten erfasst, 60 000 weniger als 2019. In 7 188 Fällen wurde eine Verwarnung erteilt (2019: 11 407). Entsprechend niedriger, nämlich in 351 Fällen (2019: 626), erfolgte wegen einer erheblichen Tempoüberschreitung – dies ist der Fall, wenn die erlaubte Höchstgeschwindigkeit um 21 km/h überschritten wird – die Weiterleitung der Ordnungswidrigkeit an das Regierungspräsidium in Kassel. In 19 Fällen mussten Autofahrer ihren Führerschein abgeben (2019: 50).

Ein paar Ausreißer aus der Statistik: Auf der B 486 zwischen Offenthal und Langen wurde ein Autofahrer mit Tempo 125 geblitzt. Zulässig sind 70 km/h. Folgen für den Raser: ein saftiges Bußgeld, Punkte in Flensburg und ein mehrmonatiges Fahrverbot. Im Tempo-30-Abschnitt der Fichtestraße wurde ein Autofahrer mit 61 km/h gemessen. Eine Weile auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen durfte auch ein Verkehrsteilnehmer, der innerorts auf der Frankfurter Straße mit 97 Stundenkilometern nahezu doppelt so schnell unterwegs war wie erlaubt.

Weiter verbessert hat sich die Zahlungsmoral. Von den 7 188 Verwarnungsgeldverfahren musste die Stadt mangels Zahlungseingang nur 209 an das Regierungspräsidium schicken (2019: 502).

4 725 Knöllchen stellte die Ordnungspolizei aus, weil falsch geparkt wurde, die Parkscheibe fehlte oder die Zeit überschritten war. 2019 wies die Statistik 8 577 Strafzettel aus. Die Zahl der Zahlungsunwilligen liegt hier allerdings höher als vor zwei Jahren. Sie stieg von 9,7 auf 11,2 Prozent.

Dass Telefonieren mit dem Handy am Ohr während der Fahrt höchst gefährlich ist, blenden manche aus – und gefährden damit sich und andere. 36 Mal (2019: 52) musste deshalb ein Bußgeld verhängt werden.

Auf 127 Fälle hat sich 2021 die Zahl der Rotlichtverstöße verringert, 178 weniger als 2019. Aber: „Ursächlich für weniger Kontrollen waren hier hauptsächlich technische Probleme an den Anlagen“, heißt es im Bericht des Fachbereichs. Ein Rotlichtverstoß ist immer ein Bußgeldtatbestand. Wer die Ampel passiert, wenn sie länger als eine Sekunde Rot zeigt, dem droht zudem ein vierwöchiger Führerscheinentzug. 2021 wurde dieses Verbot in 44 Fällen (2019: 60) ausgesprochen. Zu einer Gefährdung oder gar Verletzung eines Fußgängers kam es laut Eisenhauer nicht.

Am häufigsten blitzte es im vergangenen Jahr an den Ampeln in der Buchschlager Allee/Hirschgraben (41 Mal) und an der Hainer Chaussee/Mühlweg (23 Mal). „Wir hoffen jedoch, dass mit Aufstellung der ,Starenkästen’ an den sechs Ampelanlagen insgesamt eine abschreckende Wirkung erzielt wird, sodass insbesondere Kinder auf dem Weg zum Kindergarten und zur Schule noch wirkungsvoller im Straßenverkehr geschützt werden“, so Eisenhauer.  fm

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