Euphorie ist ungebrochen

Nächste Aktion geplant: HKB Waldfreunde räumen rund um Dreieich auf

Kleine und große Helfer räumten vor zwei Wochen den Wald am Schützenhaus auf. Für den 7. November ist jetzt eine weitere Aktion an der Koberstädter Straße geplant.
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Kleine und große Helfer räumten vor zwei Wochen den Wald am Schützenhaus auf. Für den 7. November ist jetzt eine weitere Aktion an der Koberstädter Straße geplant.

Die Euphorie rund um die Aufforstung des Dreieichenhainer Waldes ist ungebrochen. Das erste Waldstück am Schützenhaus, das die Haaner Kerbborschen (HKB) Waldfreunde aufgeräumt haben (wir berichteten), ist jetzt pflanzbereit.

Dreieich – „Da wir aber so viele Baumspenden und auch Geldspenden bekommen haben, haben wir uns jetzt dazu entschieden, ein weiteres Stück Wald dazuzunehmen“, erklärt Jürgen Graf, Initiator der HKB Waldfreunde. Gemeinsam mit dem Forstamt Langen ist die Wahl auf das Areal an der Koberstädter Straße gefallen, gegenüber vom Waldhaus Hotz. Es wurde vom Sturm im August 2019 besonders gebeutelt. „Das Gelände ist gut einen Hektar groß, fünfmal so groß wie das Stück am Schützenhaus. Hier hat der Forst auch schon mit den Aufräumarbeiten begonnen, sodass wir das an einem weiteren Aktionstag erledigen können“, ist Graf optimistisch, wieder eine schlagkräftige Truppe für die Waldarbeiten begeistern zu können. Der Termin ist auf Samstag, 7. November, datiert.

Wie schon bei der Premiere vor zwei Wochen werden die Aktiven natürlich auf die Corona-Schutzregeln achten. Helfer, die nicht mit der Motorsäge umgehen können oder für die das Holzschleppen zu anstrengend ist, engagieren sich beim Müllsammeln. „Dazu haben wir jetzt Flächen in Dreieichenhain, Sprendlingen und Langen ausgewählt. In Zukunft sollen alle Dreieicher Stadtteile einbezogen werden und auch mit der Stadt Langen möchten wir kooperieren“, erläutert Graf.

Die bereits mehr als 1800 gespendeten Bäumchen werden Anfang Dezember gepflanzt – wieder organisiert von den Waldfreunden und dann als Familienaktion geplant. „Es wäre schön, wenn auch die Kinder helfen, damit sie sich schon ganz früh mit dem Wald identifizieren können“, hofft Graf. Die ursprüngliche Idee, persönliche Namensbäumchen für den „neuen Wald“ zu realisieren, haben die Initiatoren verworfen. Zu groß wäre die Belastung für den Wald, wenn jeder Spender das Namensschild an seinem Bäumchen besucht. „Als Alternative haben wir uns überlegt, einen Pfahl in den Boden einzubringen. Dazu wollen wir das Holz verwenden, welches auch aus dem Waldstück ist. Jeder Spender wird hier namentlich erfasst“, verspricht Jürgen Graf. Die eigentliche Spendenaktion legt zunächst eine Pause ein, die HKB Waldfreunde möchten zunächst einen „ordentlichen“ Verein gründen.

Die Pflanzaktion soll keine einmalige Sache sein, es gebe viele Pläne rund um den Wald – auch gemeinsam mit den Städten Dreieich und Langen. Als eingetragener Verein können die Waldfreunde den Spendern künftig auch Spendenquittungen ausstellen. Die ersten Formalitäten zur Vereinsgründung sind bereits auf den Weg gebracht. (njo)

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