Neugegründete Initiative für Attraktivitätssteigerung

Engagement für den Bürgerpark

Dreieich - Lange wurde der Sprendlinger Bürgerpark sträflich vernachlässigt, aber inzwischen hat der Dienstleistungsbetrieb (DLB) damit begonnen, erste Verbesserungen umzusetzen. Von Frank Mahn 

Diesen Prozess will die neugegründete Bürger-Initiative „Freunde des Bürgerparks Dreieich“ tatkräftig unterstützen. Die Initiative, so Sprecherin Brigitte Luft, sei ein loser Zusammenschluss von Bürgern, denen die Grünanlage am Herzen liege. Erhalt, Pflege und Aufwertung des seit 1981 existierenden Parks hat sich die BI auf die Fahne geschrieben. Jeder, der sich daran beteiligen wolle, könne sich anschließen. Ihre Ziele stellen die Initiatoren in einem Flyer vor, der in Dreieich verteilt wird. Motto: „Ein Park für Bürger – Bürger für einen Park“. Für die BI ist er ein einzigartigen Freiraum in naturnah gestalteter Landschaft, der zahlreiche Funktionen erfüllt. „Im Park erleben Bürger jeden Alters Erholung und Ruhe, Bewegung, Spiel und Sport sowie soziale Kontakte bei Begegnungen und Veranstaltungen“, schreibt die Initiative, die in vielfältiger Form dazu beitragen will, die Anlage wieder attraktiver zu machen.

Die Stadt hatte den Park lange stiefmütterlich behandelt. Nach mehreren „Weckrufen“ von Natascha Bingenheimer, Fraktionschefin der Linken, setzte sich im Parlament die Erkenntnis durch, dass etwas geschehen muss. Ein interfraktioneller Antrag wurde verabschiedet, inklusive des Auftrags an den Magistrat, bis Herbst 2017 unter Einbeziehung von Bürgern, Gewerbetreibenden, Vereinen und Schulen ein Konzept zu erstellen, wie der Park aufgepeppt werden kann. „An der Umsetzung dieses Auftrags werden wir uns konstruktiv beteiligen“, kündigt die BI an. Die Initiative will sich laut Flyer besonders einsetzen für den Schutz und die Belebung der Pflanzen-, Tier- und Wasserwelt, die Erneuerung und Instandhaltung nach einem Park-Pflegeplan, die Entschärfung von Konflikten zwischen Nutzern, Beteiligten und Betroffenen, die Eindämmung von Zweckentfremdung, Sicherheitsdefiziten, Vandalismus, Drogenszene und Verunreinigungen. Die BI hat eine Liste mit Vorschlägen zusammengestellt. Darunter sind einige größere Maßnahmen, zum Beispiel: Entschlammung des Weihers, Revitalisierung der Großpflanzen, Modernisierung und Ergänzung der Spielgeräte, Aufstellen von Wegweisern und Einrichten von Toiletten. Zur Entlastung der städtischen Haushalte müsse intensiv von allen verfügbaren Fördermöglichkeiten Gebrauch gemacht werden, heißt es.

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Bei der BI laufen auch die Fäden eines Netzwerks zusammen, denn es gibt schon zahlreiche Unterstützer, die sich mit den Zielen identifizieren. „Die Freunde Sprendlingens schätzen den Bürgerpark als vielfältig nutzbaren Ort für Spiel, Ruhe, Kunst und Kommunikation. Es liegt im Interesse vieler Bürger, den Park noch besser zu pflegen und ihn in seiner jetzigen Form zu erhalten”, sagt Willi Ott, Vorsitzender des Vereins für Heimatkunde. Für Susanne Stroh, Vorsitzende des Bienenzuchtvereins Dreieich, „könnte der Bürgerpark ein Ort sein, an dem unsere Stadtkinder sich mit dem Nutzen der Imkerei vertraut machen können“. Als besonderen Ort der Erholung für ältere und behinderte Mitbürger bezeichnet VdK-Vorsitzende Waltraud Grafenhorst den Park. Für Karin Dallmann, Lehrerin der Erich-Kästner-Schule, ist das Areal „ein wertvoller Ort, gut zu erreichen und bestens geeignet für Grundschüler, um wichtige Kompetenzen zu erwerben“. Wer sich näher informieren will, schaut ins Internet. Die BI hat eine professionell gestaltete Homepage ins Netz gestellt.

Rubriklistenbild: © dpa

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