Privat organisierte Bürgerversammlung

Neue Mitte: Bürger sehen Widersprüche

Dreieich - Zirka 20 Leute nahmen an einer von Thomas Schüller privat organisierten Bürgerversammlung zum Thema Neue Mitte teil.

„Als an der städtebaulichen Entwicklung interessierte Bürger empfinden wir das Projekt aufgrund seiner Überdimensionierung als massive Belastung für die Nachbarschaft“, so Schüller im Namen der Teilnehmer. Stichwort. Verschattung angrenzender Grundstücke. Zudem gebe es Widersprüche und ungelöste Problematiken. Die Sprendlinger Innenstadt sei aktuell schon stark durch Verkehr belastet. Durch die Magnetfunktion, die sich Stadt und Investor vom geplanten Supermarkt erhofften, werde sich die Situation weiter verschärfen. Das stehe dem Gedanken einer urbanen Stadt entgegen, zumal die Verkehrsproblematik „bis dato als ungenügend gelöst erscheint“.

Unzufrieden zeigten sich die Teilnehmer auch mit der Informationspolitik der Stadt und den Beteiligungsmöglichkeiten. Das Bürgerforum sei seit drei Jahren nicht mehr einberufen worden. „Das könnte den Verdacht begründen, dass die Meinung der Bürgerschaft nur dann interessiert, wenn sie den Planungsabsichten der Projektbetreiber nicht als störend erscheint“, heißt es in der Erklärung der Teilnehmer. Sie fragen sich, warum der städtebauliche Vertrag zwischen Stadt und Investor nicht veröffentlicht wurde.

Demokratiefeindliche Rahmenbedingungen machten es schwer bis unmöglich, sich als interessierter Teil der Bürgerschaft einbringen zu können. „Angesichts der Vorgehensweise der Projektbetreiber sehen wir unseren Widerspruch als wertvoll an.“ (fm)

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