Harald Köster will offene Türen beibehalten

Neuer Leiter für die Max-Eyth-Schule in Dreieich

Bereits seit 2015 gehört Harald Köster zum Leitungsteam der Max-Eyth-Schule. Nun ist er Schulleiter als Nachfolger von Wolf Dieter Gäbert.
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Bereits seit 2015 gehört Harald Köster zum Leitungsteam der Max-Eyth-Schule. Nun ist er Schulleiter als Nachfolger von Wolf Dieter Gäbert.

Es ist sicher kein alltäglicher Werdegang für einen Schulleiter, den Harald Köster gegangen ist. Aber der neue Direktor der Max-Eyth-Schule in Dreieich ist bestens gerüstet für seine Aufgaben, die gar nicht mehr so neu sind für ihn.

Dreieich - Der 51-Jährige, in Göttingen geboren, in Bremen aufgewachsen, lebte seit seinem zwölften Lebensjahr in Offenbach und ist heute im Ostkreis zu Hause. Er gehört bereits seit 2015 zu dem Schulleitungsteam des beruflichen Bildungszentrums. Er übernimmt die Zügel von Wolf Dieter Gäbert, der sich im Sommer in den Ruhestand verabschiedet hat, und trägt nun die Verantwortung für mehr als 2 200 Schüler und 160 Lehrer. Seit gut einem Jahr hat sich Harald Köster auf die Schulleiter-Aufgabe vorbereitet und war sehr glücklich, als klar war, dass er der neue Chef an der Max-Eyth-Schule ist. „Wolf Dieter Gäbert war ein hervorragender Schulleiter, er hat uns als Schulleitungsteam in viele Bereiche Einblicke gewährt, hat sein Wissen nie als Herrschaftswissen begriffen und es ging ihm nie um seine Verdienste, er hat immer als Max-Eyth-Schule gedacht. Daran werde ich mir ein Beispiel nehmen und auch die offenen Türen von ihm weiter beibehalten“, kündigt er an.

Nach dem Abitur in Offenbach entscheidet sich Harald Köster für eine Banklehre. Er wechselt an die Börse und wird Kursmakler. „Da habe ich wohl gelernt, ruhig zu bleiben – auch in stressigen Phasen“, erzählt er lachend. Das soll aber nicht das Ende sein, er studiert, erlangt das Diplom in Wirtschaftsinformatik, arbeitet in einer großen Unternehmensberatung, bevor er sich für die Schule entscheidet. „Damals gab es diesen Weg über die Wirtschaftsinformatik, die an den Schulen gebraucht wurde. Es war Walter Schwarz, der mir den Weg zum Referendariat öffnete. Das habe ich dann gerne gewählt“, so Köster. Sowohl seine Praxiserfahrung in der IT, wie auch die Erfahrung in der Berufswelt, erleichtern ihm den Zugang zu den Auszubildenden und den Schülern des beruflichen Gymnasiums. Immer fühlt er sich wohl am Campus in Dreieich. Der Weg bis zum Schulleiter war so nicht geplant, aber er hat sich ihm eröffnet und Harald Köster freut sich auf die neue Aufgabe. „Die Schule ist bestens aufgestellt. Die Personalstruktur für die Schule passend aufzubauen, war eine große Stärke von Wolf Dieter Gäbert. Er hat die Digitalisierung extrem vorangetrieben, die Weichen sind gestellt“, so der neue Schulleiter. Das Kollegium sei mit einem Durchschnittsalter von 44 Jahren jung und sehr motiviert. Es gelte jetzt, die Stärken der MES zu fokussieren und alles, was gut ist, weiter zu entwickeln. Das seien so Dinge wie die eigene Werkstatt, die gute berufliche Orientierung und die guten Unterstützersysteme, wie beispielsweise die Tatsache, dass die Bundesagentur für Arbeit fünf Mal in der Woche an der Schule vertreten ist. „Es gibt viele Angebote für die Flüchtlingsklassen, für die Berufsschüler, die der Fachoberschule und des beruflichen Gymnasiums. Viele Zahnräder greifen hier perfekt ineinander“, ist Köster überzeugt. Natürlich gebe es auch Aufgaben für die Zukunft, beispielsweise das Gebäude, das inzwischen zwölf Jahre alt ist und vom Kreis perfekt in Stand gehalten ist, auch weiter so auszurüsten und auch das Raumkonzept so passend gestalten, dass es der weiter wachsenden Schule gerecht werden kann. „Was ebenfalls ein großer Wunsch von mir ist und was mit Corona ja leider ziemlich brach liegt, ist der internationale Austausch“, hofft Köster auf die Fortführung der Kontakte mit der Partnerschule in Wisconsin in den USA, und weiteren Begegnungen in Europa, was ein Erasmus plus- Programm erleichtern soll.

Der Start ist schon einmal gelungen. „Ich bin froh, dass ich die Aufgabe übernehmen darf, es macht Spaß, ich bin stolz und spüre auch die Verantwortung.“ Wie tickt der neue Chef der MES privat? Er ist verheiratet, hat einen Sohn im Teenageralter, ist selbst sehr sportlich und liebt es, die Kickers am Bieberer Berg live sehen. Außerdem faszinieren ihn alte Computer, an denen er gerne bastelt.

Von Nicole Jost

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