Zum Einkaufen auf die grüne Wiese

Neuer Markt in Dreieich: Stadtverordnete stellen Weichen für Edeka

In Dreieich soll schon bald ein Edeka eröffnen.
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In Dreieich soll schon bald ein Edeka eröffnen (Symbolbild).

Gute Neuigkeiten für Dreieich: Bereits im nächsten Jahr will Edeka dort mit dem Bau eines neuen Marktes beginnen.

Dreieich – Der Zeitplan ist ehrgeizig. Schon im nächsten Jahr will Edeka mit dem Bau eines Marktes auf einem 11 .650 Quadratmeter großen Grundstück am südwestlichen Ortsrand in Offenthal – angrenzend an die Straße Im Stadtgäßchen – beginnen. 2023 sollen sich die Bewohner des Stadtteils dort mit Lebensmitteln aller Art versorgen können.

Umgesetzt werden soll das Projekt im Zuge eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans. Bei diesem Verfahren entstehen der Stadt so gut wie keine Kosten. Die entsprechende Vorlage des Magistrats liegt den Stadtverordneten in ihrer öffentlichen Sitzung am Dienstag, 1. Juni (19.30 Uhr, Bürgerhaus), zur Beschlussfassung vor. In den Ausschüssen hat sich eine klare Mehrheit abgezeichnet.

Rewe verlässt Dreieicher Stadttei Offenthal Ende 2022

Der Rewe in der Borngartenstraße, seit Jahrzehnten die Adresse zum Einkauf von Waren des täglichen Bedarfs in Offenthal, ist Ende 2022 Vergangenheit. Der Mietvertrag läuft aus, der beengte Standort in der Ortsmitte gilt bei Lebensmittlern als nicht zukunftstauglich. Deshalb geht’s raus auf die grüne Wiese. Im Rennen um die Flächen hat sich die Edeka Grundstücksverwaltungsgesellschaft durchgesetzt. Sie will einen Vollsortimenter mit einer maximalen Verkaufsfläche von 1 500 Quadratmetern bauen – inklusive eines zirka 130 Quadratmeter großen Backshops.

Der Markt soll Montag bis Samstag von 6 bis 22 Uhr geöffnet sein. In dieser Zeit soll auch die Anlieferung der Waren erfolgen können. Dass die Andienung über die Mainzer Straße gesichert werden soll, führt bei einigen Anwohnern schon jetzt zu Murren. Die langen Betriebszeiten könnten weiteren Unmut erzeugen. In der Vorlage des Magistrats heißt es mit Blick auf den Standort: „Die Sicherung der Nahversorgung der Bewohner in Offenthal hat oberste Priorität.“

SPD liefert Diskussionsbedarf: Was wird aus illegal aber geduldeten Kleingärten?

Diskussionsbedarf liefert die SPD mit einem Antrag, in dem es um die illegalen, aber seit Jahrzehnten geduldeten Kleingärten im Landschaftsschutzgebiet Rutzhain in Götzenhain geht. Wie berichtet, waren die Pächter von der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises aufgefordert worden, ihre von der Stadt gepachteten Schollen zu räumen. Und zwar zum Teil relativ kurzfristig. Nach öffentlichem Aufschrei lenkte die UNB ein und verlängerte die Frist bis Ende 2023.

Nach dem Willen der SPD soll die Stadt das Land bitten, das hessische Naturschutzgesetz den „Bedürfnissen der kleingärtnerischen Nutzung pragmatisch anzupassen“. Der Magistrat soll zudem prüfen, ob die Grenze des Landschaftsschutzgebietes so verschoben werden kann, dass die Kleingartenanlage Im Rutzhain erhalten werden kann. Schließlich soll sich der Magistrat dafür einsetzen, dass der Kreis die aktuellen Verfahren gegen Kleingärten auf Privatgrundstücken in der Gemarkung Götzenhain aussetzt. In den Ausschüssen fand sich dafür eine Mehrheit. (fm)

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