Keine Alternative zu erneuerbaren Energien

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Die Grünen um Roland Kreyscher  begrüßten Volker Klös als Referenten beim Neujahrsempfang.

Dreieich (es) - Das Thema des Abends hat nicht nur Parteimitglieder angelockt. Die erneuerbaren Energien standen beim Neujahrsempfang der Grünen im Stadtverordnetensitzungssaal im Mittelpunkt.

Mehr als 100 Gäste auch von anderen Parteien und von Vereinen waren gekommen, um sich den Vortrag von Referent Volker Klös von der Sonneninitiative Marburg anzuhören.

Die Initiative kümmert sich um die Bürgerbeteiligung bei der Solaranlage auf der ehemaligen Mülldeponie Buchschlag. Hessens größte Bürgersolaranlage ist seit kurzem fertig und soll Anfang April ans Netz gehen.

Unter dem Titel „Dreieich zapft die Sonne an - Klimaschutz mit Ertrag für jeden“, sprach Klös über die Vorteile der Sonnenenergie. „Wären nur 1,15 Prozent der Fläche Deutschlands mit Modulen belegt, sorgte dies für die Energie, die wir brauchen“, rechnete der Referent vor und mahnte, dass es keine Alternativen zu den erneuerbaren Energien gebe. „Und die erneuerbaren Energien beginnen bei der Wärme“, hob Klös hervor. Gerade die Wärmegewinnung würden die meisten Kommunen jedoch zu wenig fördern.

Zuvor hatte bereits Grünen-Fraktionschef Roland Kreyscher über die Energiewende gesprochen. Im vergangenen Jahr habe sich in der Energiewirtschaft ein Umbruch vollzogen, „der seinesgleichen sucht“. Kreyscher brach die Thematik auf die Dreieicher Situation herunter, blickte auf das vergangene, sehr erfolgreiche Jahr für seine Partei zurück. „Besser geht’s ja fast gar nicht“, resümierte er.

Noch keine Enscheidung zur Frage des Bürgermeisterkandidaten

Und er nannte die Hauptpunkte, die die Grünen in diesem Jahr anpacken wollen. „Nach der Kommunalwahl sind wir ständig gefragt worden, was wir noch außer Kienbaum, Schuldenbremse und Haushaltskonsolidierung tun würden“, erzählte Kreyscher. Stichworte auf der Grünen-Agenda wie Stadtentwicklung, mehr Bürgerbeteiligung, Energiewende sowie Erziehung und Bildung hätten zunächst hinten anstehen müssen. „Die Schuldenbremse kostete zu viele Ressourcen“, erläuterte Kreyscher.

Gerade das Thema Bürgerbeteiligung hätten die Grünen gerne schon vergangenes Jahr ausgiebig behandelt. „Wir wollen mehr Transparenz, das heißt mehr Teilhabe an Entscheidungsprozessen sowie direkte Mitbestimmung“, betonte Kreyscher. Konkret schwebt ihm vor, etwa die Bürgerversammlungen anders zu gestalten. Politiker und Fachleute sollten auf gleicher Höhe mit dem Publikum sitzen. „Wir müssen davon wegkommen, dass Bürgerversammlungen Fragestunden sind. Es geht nämlich um Meinungsäußerungen und Diskussion.“

Die Frage, ob die Grünen einen Bürgermeisterkandidaten stellen, wollte Kreyscher noch nicht beantworten. „Wir kommen am 1. März zu einer Mitgliederversammlung zusammen, und dort wird dann über das ,Ob’ und ,Wer’ entschieden.“

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