Kritik an Planung für RTW

„Der Ärger ist vorprogrammiert“

+

Dreieich - Enttäuscht zeigt sich die Nutzerinitiative Dreieichbahn über die aktuelle Planung für die Regionaltangente West (RTW) am Bahnhof Buchschlag. Anlass für die Kritik ist der fehlende direkte Übergang zur Dreieichbahn.

Lesen Sie dazu auch: 

Grünes Licht für Verlängerung der Regionaltangente West

Zur RTW, die von Bad Homburg kommend in Dreieich enden soll, läuft aktuell die frühe Öffentlichkeitsbeteiligung. Zum Planfeststellungsabschnitt Süd 1 von Kelsterbach nach Dreieich gibt es am Donnerstag, 1. März, um 18 Uhr eine Infoveranstaltung im Bürgerhaus Sprendlingen. Dabei will auch die Nutzerinitiative ihre Bedenken vorbringen. Stein des Anstoßes ist, „dass man nun doch wieder auf die (billigere) Variante eines Außenbahnsteigs umgeschwenkt ist“. Dafür soll ein auf Buchschlager Seite bereits vorhandenes Abstellgleis genutzt werden. Die Entscheidung erschwere aber das Umsteigen zur Dreieichbahn Richtung Ober-Roden und Dieburg, die auf dem benachbarten Gleis halten soll. Der Ärger sei vorprogrammiert. „Nutzerfreundlichkeit sieht anders aus“, heißt es in einer Stellungnahme der Initiative. Dadurch zwinge man die Kunden zu Umwegen und Treppensteigen. Auch sei bei einer solchen Lösung verstärkt ein gefährliches und aus gutem Grund verbotenes „über die Gleise Latschen“ als Abkürzung zu befürchten.

Dabei habe das vor ein paar Monaten noch anders ausgesehen. Im Ausschuss für Stadtentwicklung, Umwelt und Energie hatte Horst Amann, der Geschäftsführer der RTW-Planungsgesellschaft, als Lösung einen Mittelbahnsteig für den Anschluss der RTW an die Dreieichbahn vorgestellt. Über diesen könnten die Kunden direkt und barrierefrei umsteigen. Nach den neuesten Skizzen der Planungsgesellschaft würde das RTW-Gleis nun an einem anderen Bahnsteig enden. Als Grund nimmt die Nutzerinitiative die Kosten an. Denn für die Mittellösung müsste der bestehende Bahnsteig, der bei der Modernisierung der Dreieichbahn 1998 nur erneuert wurde, abgerissen und neu gebaut werden. Auch das Gleis müsste leicht verlegt werden. Da es sich aber um eine Infrastrukturmaßnahme handele, die jahrzehntelang halten soll, ist das nach Meinung der Nutzerinitiative vertretbar. Die städtischen Gremien werden aufgefordert, sich mit Nachdruck für die im November im Ausschuss präsentierte Variante einzusetzen. (hok)

Bilder: „Buchschlag Open Air“ in Dreieich 

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Mehr zum Thema

Kommentare