Dreieich

Großeinsatz bei Wilhelm Brandenburg: Giftiges Gas tritt aus

Mithilfe von Schutzanzügen dämmte die Feuerwehr in Dreieich bei Offenbach das gefährliche Ammoniak ein.
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Mithilfe von Schutzanzügen dämmte die Feuerwehr in Dreieich bei Offenbach das gefährliche Ammoniak ein.

Beim Fleischgroßhandel Wilhelm Brandenburg in Dreieich bei Offenbach tritt Ammoniak aus. Die Feuerwehr ist mit einem Großaufgebot vor Ort.

Dreieich – In Dreieich bei Offenbach sorgte ein abgerissenes Ventil für reichlich Chaos im Produktionsbetrieb des Fleischgroßhandels Wilhelm Brandenburg. Am Donnerstagmittag (27.05.2021) trat dort aufgrund des defekten Ventils Ammoniak aus einem 230 Liter fassenden Tank aus. Die Feuerwehren aus dem Kreis Offenbach rückten mit einem Großaufgebot auf das Gelände in der Industriestraße in Dreieich vor, um den gefährlichen Stoff einzudämmen.

Denn Ammoniak hat es in sich: Das giftige und stechend riechende Gas, das oftmals zur Kühlung eingesetzt wird, kann in hohen Konzentrationen lebensgefährlich sein. Es reizt vor allem die Augen und wirkt auf die Schleimhäute der Atemwege. Laut Feuerwehr wurde ein Mitarbeiter des Fleischgroßhandels in Dreieich bei Offenbach verletzt. Er musste ins Krankenhaus gebracht werden.

Dreieich bei Offenbach: Feuerwehr schließt Leck in Ammoniak-Tank

Auch aufseiten der Feuerwehren kam es zu Verletzungen: Zwei Feuerwehrleute konnten allerdings ambulant behandelt werden. Insgesamt sorgte das kleine Ventil für großes Chaos: 500 Mitarbeiter mussten aus dem Gebäude evakuiert werden – für den nachfolgenden Abtransport setzten die Einsatzkräfte sogar mehrere Busse ein.

In Dreieich bei Offenbach kommt es aufgrund eines abgerissenen Ventils zum Austritt vom giftigen Stoff Ammoniak. Die Feuerwehren rücken mit einem Großaufgebot an.

Insgesamt waren bei dem Vorfall rund 120 Feuerwehrleute im Einsatz – gegen 14.30 Uhr gelang es ihnen mit Schutzkleidung, das Leck in dem Tank zu schließen. „Wir haben die Alarmierung zwischendurch noch einmal erhöht, weil der Personalaufwand mit diesen speziellen Chemie-Schutzanzügen sehr hoch ist“, erklärte Einsatzleiter Heinrich Graf vor Ort. Bislang ist allerdings noch unklar, ob sich wirklich der gesamte Tank bei dem Vorfall entleert hat. Die Feuerwehrleute überprüften und lüfteten das Gebäude und übergaben es dann an eine Spezialfirma. (Nicole Jost und Jan Lucas Frenger)

Kurz vor Weihnachten letzten Jahres musste die Feuerwehr in Dreieich bei Offenbach einen Brand in einem Einfamilienhaus löschen.

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