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Offenthaler Hofflohmärkte: Schnäppchenjagd in der Frühlingssonne

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Von: Nicole Jost

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Im Innenhof der Lenhardts sammelten sich mehrere Flohmarktstände. Dort konnten sich die Beschicker anmelden, die eher in den Außenbereichen Offenthals wohnen und dort weniger Kunden erreicht hätten.
Im Innenhof der Lenhardts sammelten sich mehrere Flohmarktstände. Dort konnten sich die Beschicker anmelden, die eher in den Außenbereichen Offenthals wohnen und dort weniger Kunden erreicht hätten. © Jost

Die zweite Auflage der Offenthaler Hofflohmärkte kommt noch besser an als die Premiere.

Offenthal – Eine große Auswahl an Kinderkleidung, Spielwaren, Unmengen Bücher und auch ein bisschen alter Trödel: Flohmarktliebhaber kommen am Sonntag in Offenthal voll und ganz auf ihre Kosten. Bei schönstem Frühlingswetter ist die zweite Auflage der Offenthaler Hofflohmärkte noch erfolgreicher als die Premiere im vergangenen Herbst. Am späten Vormittag scheint ganz Offenthal auf den Beinen zu sein und die Leute flanieren zwischen den in fast allen Straßen des Dreieicher Stadtteils verteilten rund 120 Ständen umher. Vor den Häusern wehen Luftballons im Wind – das schon von weitem gut erkennbare Zeichen dafür, dass die Schnäppchenjäger hier einen Stand finden. Überall wird gestöbert, gefeilscht und sich auch endlich mal wieder unter freiem Himmel getroffen.

Natürlich haben die Leute Freude an den Ständen und an der Suche nach den Flohmarkt-Schätzchen, aber noch mehr sind die Hofflohmärkte ein Ort der Begegnung. Noch mehr als bei der Premiere wird gequatscht, einige Standbesitzer bieten Kaffee und Kuchen an, andere nutzen die Gelegenheit und treffen am eigenen Stand Freunde und öffnen zur Feier des Tages eine Flasche Sekt, die sie gemeinsam in der Sonne genießen.

Gleich mehrere Stände gibt es im Hof der Familie Köppen in der Bahnhofstraße. Die Kinder von Thomas und Astrid Köppen haben ihre Zimmer ausgemistet, hochwertiges Holzspielzeug, Bücher und Puzzle suchen einen neuen Besitzer. „Es läuft ganz gut“, ist Thomas Köppen zufrieden, „die Kinder haben mit aussortiert, sie freuen sich, dass sie jetzt neues Spielzeug aussuchen können“, verrät der Familienvater schmunzelnd, dass der Nachwuchs auch selbst auf dem Flohmarkt unterwegs ist und die Einnahmen wieder umsetzen will. Das machen auch die Kinder von Aline Schmuck. „Sie freuen sich so, dass endlich mal wieder etwas los ist“, sagt die Mutter von drei Kindern. Ihr Sohn Moritz hat ihr sogar ein Armband von seinen Streifzügen mitgebracht, das er für sie ausgesucht hat.

Fündig werden auch Ilona und Marco Seibert. Ein Puzzle und ein Buch haben die Kinder sich gewünscht. „Wir wollten eigentlich nur ein bisschen bummeln, eine Runde laufen, aber es ist toll, dass die Kinder etwas gefunden haben. Außerdem ist das Spielzeug-Upcycling ja eine super Sache. Man muss nicht immer alles neu kaufen“, sagt Marco Seibert.

Ein Sekt in der Sonne: Die Hofflohmärkte waren auch ein lang ersehnter Ort der Begegnung für die Offenthaler.
Ein Sekt in der Sonne: Die Hofflohmärkte waren auch ein lang ersehnter Ort der Begegnung für die Offenthaler. © Jost

Größter Trubel herrscht im Hof der Lenhardts im Herrenwiesenweg, hier sammeln sich gleich zwölf Flohmarktstände auf einem Fleck. Das ist eine der Verbesserungen zur Premiere. In den äußersten Regionen des Ortes haben es die Verkäufer schwer, weil nicht genügend Käufer dort hinfinden. Sie können sich am Sonntag mit anderen zusammentun und viele haben das auch gemacht. In dem Innenhof des landwirtschaftlichen Betriebs gibt es Kaffee, Kuchen oder Tapas, und für die Kartoffelwedges sowie die Salzburger Wurstspezialität Bansa – eine Bratwurst mit Petersilie, Zwiebeln und Kräutern – stehen die Besucher lange an.

Katrin von Herff, Organisatorin der zweiten Offenthaler Hofflohmärkte, ist mehr als glücklich mit dem guten Verlauf der Neuauflage im Ort. „Mir war zu Beginn der Anmeldephase noch etwas bange, weil es etwas schleppend lief und jetzt war es doch noch erfolgreicher als beim ersten Mal.“ Viel Lob an die Organisatorin gibt es für die digitale Vernetzung der Flohmarktstände: Via Google Maps, wo jeder einzelne Stand eingezeichnet ist, haben die Besucher eine gute Übersicht über das Angebot. „Das ist super gemacht, daran konnten wir uns perfekt orientieren“, sagt Jill Schneider, die mit ihrer Tochter unterwegs ist.

Wer den Frühlingsflohmarkt verpasst hat, bekommt schon im Herbst die nächste Chance: Da soll es die Hofflohmärkte wieder geben. (Nicole Jost)

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