„Papiere unverzüglich offen legen“

+
Die Dreieicher CDU-Fraktion fühlt sich in Sachen Südumgehung zu spät informiert.

Dreieich ‐ Die CDU-Fraktion ist verschnupft über Bürgermeister Dieter Zimmer. Claus Thonabauer, Vorsitzender der Fraktion, kritisiert, erst über die Zeitung davon erfahren zu haben, dass schon seit Dezember vergangenen Jahres der Brief des Amtes für Straßen- und Verkehrswesen (ASV) in Sachen Südumgehung im Rathaus vorliege. Von Klaus Hellweg

Hinzu komme, dass es in Sachen Südumgehung zwischenzeitlich auch ein Gespräch zwischen Stadt und Straßenbauverwaltung gegeben habe - ebenfalls ohne Kenntnis der Stadtverordneten. Wie berichtet, hatte das Amt für Straßen- und Verkehrswesen Frankfurt mitgeteilt, keine Geschäftsgrundlage für den Bau der Südumgehung mehr zu sehen, nachdem die Stadtverordnetenversammlung im April vergangenen Jahres die selbst veranlasste Planung abgelehnt hatte.

Die CDU-Fraktion, so Thonabauer, halte es für unverzichtbar, dass alle neuen Unterlagen - also die Stellungnahme des ASV - unverzüglich allen Stadtverordnetenzur Verfügung gestellt werden. Thonabauer warnt davor, in Sachen Südumgehung jetzt den neuen Ersten Stadtrat Martin Burlon verantwortlich zu machen.

Mehr Verkehr durch Anbindung an A661

Weil Bürgermeister Dieter Zimmer seit Juni alleiniges hauptamtliches Magistratsmitglied sei, sei er auch der allein zuständige Ansprechpartner für das ASV gewesen. Deshalb, so Thonabauer, dürfe es nicht geschehen, dass er sich hinter dem neuen und nunmehr zuständigen Ersten Stadtrat verstecke und Burlon jetzt die Verantwortung für die Vorgänge aus der Vergangenheit vor seiner Amtszeit übernehmen müsse. Die CDU jedenfalls, so Thonabauer, werde die Frage nach einer Entlastung für die beiden Stadtteile Sprendlingen und Buchschlag nicht einfach lassen lassen. Es müsse auch allen Bürgern klar sein, dass eine Anbindung des Gewerbegebietes Dreieichenhain an die A 661 und im weiteren Verlauf in Richtung Flughafen für die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt von größtem Vorteil sei.

Was die Anbindung der Umfahrung an die Autobahn 661 betrifft, hat die Stadt kürzlich mitgeteilt, welche Konsequenz ein Verzicht auf diese Anschlussstelle haben würde: Der Verkehr auf der Hainer Chaussee würde um täglich 5000 Fahrzeuge zunehmen, auf der Offenbacher Straße um 2800 Fahrzeuge, auf der Darmstädter Straße um 9600 und auf der Straße An der Trift um 12800 Fahrzeuge. Eine Ent lastung wäre auf der A 661 und der geplanten Südumgehung zu erwarten.

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare