Pflanzstreifen am Sprendlinger Ortseingang

Blühende Visitenkarte

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Auf einer Länge von insgesamt 300 Metern entfaltet sich die Blütenpracht am Sprendlinger Ortseingang.  

Sprendlingen - Es war ein Pilotprojekt, das jetzt im Frühling seine ganze Pracht entfaltet. Entlang der Frankfurter Straße ist eine weiß-blaue Visitenkarte des Ortseingangs entstanden.

Streifen mit Längen zwischen 15 und 30 Metern stehen in voller Blüte und sind zu einem besonderen Hingucker zwischen der Querspange Nord und der Freiherr-vom-Stein-Straße geworden. Doch nicht nur das: Bienen finden in den nächsten Wochen hier genügend Nahrung. Die Voraussetzungen für die Blütenpracht hat der DLB bereits im Herbst 2014 gelegt. Damals war eine Firma aus Holland im Einsatz, die innerhalb von vier Stunden 22.000 Blumenzwiebeln in diesem Bereich verbuddelte. Möglich wurde dies durch die Nutzung einer speziellen Maschine, in die die Zwiebeln hineingekippt wurden.

„Im vergangenen Jahr hatte die Pflanzung noch etwas mit der ungewöhnlichen Trockenheit im Frühjahr gekämpft“, berichtet Sylvio Jäckel, der beim DLB Leiter des Bereichs Grün und Spiel für Dreieich ist. „Wir hatten sogar Sorge, dass sich dadurch Ausfälle in den Folgejahren ergeben“, führt er weiter aus. Das feuchte Frühjahr 2016 mit guten Niederschlägen habe nun dafür gesorgt, dass die Pflanzen so richtig gedeihen konnten und in voller Blüte stehen. „Wir sind sehr zufrieden“, betont Jäckel. Eine Erweiterung der Zwiebel-Pflanzstreifen im Herbst in Richtung Innenstadt sei sehr wahrscheinlich.

Er spricht von einer „unspektakulären, bescheidenen Mischung. Aber gerade diese Bescheidenheit macht die Schönheit aus“. Weiterer positiver Aspekt sei die Nachhaltigkeit der Pflanzung, da die Blumenzwiebeln jedes Jahr erneut blühen und die biologische Vielfalt in dem Bereich erhöhen. Über einen Zeitraum von acht Wochen gibt es zudem immer etwas Neues zu entdecken. Neben Trauben- und Sternhyazinthen sind das weiße Narzissen und Prärielilien. Die Lebensdauer beträgt mindestens zehn Jahre, wobei Jäckel damit rechnet, dass einzelne Arten wie die Traubenhyazinthen sich dauerhaft etablieren. Die Kosten betrugen insgesamt 5 000 Euro, die durch geringere Aufwendungen an anderer Stelle ausgeglichen wurden.

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hok

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