Planung für August-Bebel-Straße

Auch dem ADFC sind es viel zu viele Parkplätze

Dreieich - Mit der von der Stadt vorgelegten Planung zu Umbau und Sanierung der August-Bebel-Straße ist Bernd Kiefer in Teilen ganz und gar nicht einverstanden.

Die Berichterstattung in unserer Zeitung habe leider einen anderen Eindruck vermittelt, „den ich so nicht stehen lassen kann“, sagt der Vorsitzende des ADFC Dreieich. Parkdruck sieht Kiefer lediglich im Bereich zwischen Liebknecht- und Konrad-Adenauer-Straße, im Rest der August-Bebel-Straße nicht. „Deshalb wollen auch wir eine deutliche Reduzierung der Parkplätze“, sagt der ADFC-Chef und untermauert damit die von der BfD-Fraktion geäußerte Kritik.

Dem Runden Tisch Radverkehr sei die Planung erst eine Woche vor der Infoveranstaltung vorgestellt worden, bedauert Kiefer. „Wir hatten keine Zeit, uns vertiefend damit zu beschäftigen.“ Der ADFC-Vorsitzende hält einen Großteil der 77 vorgesehenen Parkplätze für verzichtbar. Im nördlichen Teil der August-Bebel-Straße sei das Angebot ausreichend. Kiefer nennt die Flächen an Bürgerhaus und Hallenbad sowie am Angelweiher in der verlängerten Fichtestraße.

Wie das Fahrrad einen Antrieb bekommt

Weil die Straße deutlich schmaler werden soll, „befürchten wir mehr Konflikte zwischen Rad- und Autofahrern“, so Kiefer. Am Straßenrand stehende Autos seien für Radler ein Sichtproblem, zudem erhöhe sich das Risiko, von einer sich öffnenden Tür getroffen zu werden. Was den Radverkehr betrifft, hält der ADFC-Chef das Konzept für unausgereift. Er fordert eine Sondersitzung des Runden Tischs, um sich die Planung genau anschauen und nach anderen Lösungen suchen zu können. Dazu müsse eine detaillierte Parkplatz-Analyse angestellt werden. (fm)

Rubriklistenbild: © dpa

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