Planungen für Dietrichsroth

Farbig und mit viel Glas soll sich das neue Haus Dietrichsroth präsentieren. Repro: Sauda

Dreieich - Konzept im Ausschuss vorgestellt

(hok) Die Johanniter planen für ihr Haus Dietrichsroth in Dreieichenhain umfangreiche Sanierungsarbeiten und möchten bis Anfang 2011 an die zehn Millionen Euro investieren. In der Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Planung, Bau und Verkehr stellten Architekt Michael Setzepfand, Hans Hout, Geschäftsführer des Planungsbüros Hout, sowie Ruth Moser-Weikert von den Johannitern das Konzept vor. Bauherr ist die Johanniter-Seniorenhäuser GmbH.

Angesichts des Vorhabens ist der Begriff „Sanierung“ zu kurz gegriffen. Vielmehr handelt es sich um einen teilweisen Neubau des Altenpflegeheims, das nach der Fertigstellung über 125 Pflegeplätze verfügen soll. Vorgesehen sind in den ersten beiden Bauabschnitten der Abriss des ehemaligen Schwesternheims und des bisherigen Verwaltungsgebäudes. An deren Stellen treten zwei moderne, vierstöckige Gebäude, die nicht nur den heutigen Anforderungen eines Altenpflegeheims entsprechen, sondern auch Energie sparen sollen. In einem weiteren, später vorgesehenen Schritt möchten die Johanniter das Gebäude aus den 80er Jahren, in dem Therapieräume untergebracht sind, durch ein neues Haus für Betreutes Wohnen ersetzen.

Einzig das Haus im Hayn an der Taunusstraße bleibt bestehen, in dem im Erdgeschoss aber die Tagespflege zukünftig ihren Platz finden wird.

Im Bauabschnitt A entsteht ein Gebäude parallel zum Haus im Hayn mit 77 Pflegeplätzen, anschließend im Abschnitt B ein Haus mit 48 Plätzen, Therapieräumen, Restaurant und weiteren Versorgungseinrichtungen. Die Bauzeit soll jeweils bis zu zehn Monate betragen. Dabei ist daran gedacht, den Betrieb weiterhin zu gewährleisten.

Die Fassaden sollen sich aufgelockert - mit viel Glas versetzt - und farbig präsentieren. In den Pflegezimmern werden die Fenster bis zum Boden reichen, damit auch bettlägrige Bewohner nach draußen schauen können. Durch ein Blockheizkraftwerk und eine besondere Isolierung gehen die Planer von einer Energieeinsparung von bis zu 70 Prozent aus.

Kritik wurde im Ausschuss aber an der hohen Anzahl von 58 Stellplätzen für Autos geübt. Dies gehe zu Lasten des Grünbereichs, der für die älteren Bewohner besonders wichtig sei.

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