Platz für hundert Häuser

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Knapp 100 Einfamilien- und Doppelhäuser entstehen wie ein langes Band am nördlichen Götzenhainer Ortsrand. Die Bebauung beginnt an der Bleiswijker Straße (rechts) und zieht sich längs der Albert-Schweitzer-Straße in Richtung Dreieichenhain. Die grüne Fläche markiert einen Spielplatz und das - vorhandene - Eichenfeldgehölz.

Götzenhain ‐ Zum Schluss hat es doch geklappt: Bis auf zwei haben alle Eigentümer, die im Bereich des geplanten Neubaugebietes „Nördlich der Albert-Schweitzer-Straße“ Grundstücke besitzen, ihre Flächen der Deutschen Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft (DSK) per Vertrag zur Verfügung gestellt. Von Klaus Hellweg

Die DSK ist von der Stadt mit der Entwicklung des Wohnbaugebietes beauftragt. Nur an einer Stelle des Areals muss das Konzept ein klein wenig geändert werden, weil die Eigentümer ihre Flächen für den Quadratmeterpreis von 224 Euro nicht abgeben wollten.

Eine ganze Weile hatte es nicht danach ausgesehen, als könne das Wohnbaugebiet „Nördlich der Albert-Schweitzer-Straße“ wie geplant realisiert werden, weil nicht alle Eigentümer mitwirkungsbereit waren. In der letzten Sitzung des Bauausschusses im vergangenen Jahr hatte die DSK deshalb ein Alternativkonzept mit einem verkleinerten Wohngebiet vorgelegt. Zuvor hatten nämlich Bürgermeister Dieter Zimmer und die Stadtverordneten deutlich signalisiert, dass sie einer Verlängerung der Frist nicht zustimmen würden, man den Kaufpreis von 224 Euro nicht erhöhe.

Mit ihrer Unterschrift unter den Vertrag erklären die Eigentümer, dass sie mit der Gebietsentwicklung einverstanden und dazu bereit sind, die Erschließungskosten zu übernehmen.

In dem Neubaugebiet sollen knapp einhundert Wohneinheiten entstehen, maximal zweigeschossige Einfamilien- und Doppelhäuser. Das bedeutet Wohnraum für 300 bis 350 Menschen.

„Ein akzeptabler Preis für diese Lage“

Nach Auskunft für Bürgermeister Dieter Zimmer gibt es schon eine rege Nachfrage nach Baugrundstücken. Der Bodenrichtwert für das Gebiet liegt bei 460 Euro pro Quadratmeter; laut Zimmer „ein akzeptabler Preis für diese Lage“.

Der naturschutzrechtliche Flächenausgleich für das Gebiet wird zum Teil dadurch erfüllt, als an der Nordgrenze als Übergang zwischen Landschaft und Ortsrand eine Hecke angelegt wird. Weitere Ausgleichsflächen will die Stadt an anderer Stelle in Dreieich ausweisen. Nun ist es an der Stadtverordnetenversammlung, dem Konzept in der nächsten Sitzung zuzustimmen. Der Bebauungsplan soll dann nach den Sommerferien offen gelegt werden.

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