Problematische Situation für Arztpraxen

Dreieich – In vielen Arztpraxen ist derzeit wenig Betrieb. Etliche Patienten sagen Termine ab oder kommen einfach nicht. „Dabei ist der Praxisablauf an die Erfordernisse der Corona-Pandemie angepasst, um das gesundheitliche Wohl zu schützen“, sagt Dr.

Konrad Binder, der in Sprendlingen und Mörfelden-Walldorf Hausarztpraxen mit Schwerpunkt Diabetologie unterhält.

Er weist auf einen Aspekt hin, der vielen vielleicht nicht bewusst ist. Das Ausbleiben der Patienten kann zu finanziellen Schieflagen führen, die womöglich nicht jede Praxis kompensieren kann. Im schlimmsten Fall könne das Schließungen zur Folge haben. Binder: „Die quartalsmäßige Abrechnung kann nur erfolgen, wenn die Patienten ihre Versichertenkarte zum Einlesen zu ihrem Hausarzt bringen. Dies erfolgt aus Unkenntnis nur bedingt. Aus Angst vor einer Infektion wird oft auf einen Arztbesuch verzichtet. Dies führt zu rückläufigen Patientenkontakten, wobei die volle Kostenstruktur aufrechterhalten wird, um das Versorgungsspektrum allumfassend zu gewährleisten. Folglich kann das resultierende wirtschaftliche Defizit in eine Standortgefährdung einer Praxis münden.“  fm

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