Rehasportler der SKG Sprendlingen bei Benefizregatta

Mutmacher im Doppelvierer

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Gabi Sobota, Irmgard Mangold, Sabine Pütz und Stefan Vollmershausen (von links) sind gespannt darauf, wie sie bei der Regatta „Rudern gegen Krebs“ abschneiden.  

Dreieich - Seit Monaten trainieren Irmgard Mangold, Sabine Pütz, Gabi Sobota und Stefan Vollmershausen, um die Herausforderung am Sonntag, 24. September, zu bestehen. Von Sina Beck 

Das Quartett hat sich unter dem Dach der SKG Sprendlingen gefunden und geht bei der Regatta „Rudern gegen Krebs“ an den Start – als eines von drei Patientenbooten.
Die Benefizregatta wurde 2005 in Mainz von der Stiftung Leben mit Krebs ins Leben gerufen. In Offenbach wird sie zum vierten Mal vom Wassersportverein (WSV) Bürgel veranstaltet. Am 24. September setzen sich die Teilnehmer auf den Main in die Boote, um für den guten Zweck gegen die Fluten und die Konkurrenz anzukämpfen – erstmals ist ein vierköpfiges Team der SKG mit von der Partie.

Seit Juni kann man sie jeden Dienstag auf dem Wasser trainieren sehen. Und das war auch nötig, denn das frisch formierte Team „Wasserflöhe Dreieich“ hat praktisch bei null begonnen: Irmgard Mangold, Sabine Pütz, Gabi Sobota und Stefan Vollmershausen von der Abteilung Rehasport Krebserkrankungen haben sich, motiviert und mobilisiert von ihrer Kursleiterin Ute Backes, dazu entschieden, den Kraftakt mitzumachen.

„Zwischendrin habe ich schon daran gedacht, einfach das Handtuch zu werfen“, gesteht Mangold ein, denn die Herausforderungen beim Rudern sind nicht zu unterschätzen. Dass dieser Sport Kraft und Technik erfordert, erklärt sich fast schon von selbst, aber das ist längst nicht alles: „Die Konzentration ist auch sehr wichtig“, so Sobota. „Man darf sich nicht ablenken lassen, sonst kommt man sofort aus dem Takt.“ Und dann wird es mit dem Vorankommen schwer. Aber nach zahlreichen Trainingsstunden auf dem Main hat sich das Team eingespielt, das im Doppelvierer mit Steuermann – beziehungsweise Steuerfrau Manuela Damm vom WSV Bürgel – antreten wird.

Mehr als 60 Boote werden bei der Benefizregatta gegen Krebs auf dem Wasser sein. Ärzte, Angestellte und in diesem Jahr sogar Kinder gehen ans Ruder, um der Krankheit den Kampf anzusagen. Für die SKGler ist die Teilnahme kostenlos, weil sie als eines von drei Patientenbooten an den Start gehen. „Es ist für uns auch eine ganz neue Herausforderung, die noch vor ein paar Jahren nicht denkbar gewesen wäre“, erinnern sich die frisch gebackenen Rudersportler zurück, als ihnen selbst die Erkrankung die Kraft geraubt hatte. „Aber es ist wichtig, ein Zeichen zu setzen und anderen Betroffenen Mut zu machen“, betont Sabine Pütz den Grund für die Teilnahme.

„Rudern gegen Krebs“ auf dem Main: Bilder

300 Meter lang ist die Rennstrecke, vier Bahnen gilt es zu absolvieren. Während viele der anderen Teilnehmer schon Rudererfahrung haben, ist Vollmershausen der einzige „Wasserfloh“, der zumindest in seiner Jugend bereits mal gerudert ist. „Wir können eigentlich nur Dritter werden“, macht sich das Team keine Illusionen. „Aber es geht darum, dabei zu sein und anzukommen.“ Schließlich steht nicht der Sieg im Vordergrund, sondern der gute Zweck – der Erlös der Benefizregatta kommt der Asklepios Klinik Langen zugute.

Obwohl sie in jedem Fall einen Platz auf dem Treppchen sicher haben, werden sich die Vier bei ihrer letzten Generalprobe am Donnerstag noch mal richtig ins Zeug legen, um dann auch beim Rennen eine gute Figur zu machen. Und natürlich freuen sich die Dreieicher „Wasserflöhe“ über alle, die am nächsten Sonntag zum Anfeuern zum Bootshaus des WSV Offenbach-Bürgel kommen.

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