Illegaler Sperrmüll

Dreistigkeit macht fassungslos: Unbekannte entsorgen Gartenhütte mitten auf dem Waldweg

Was für eine Sauerei: Im Wald zwischen Offenthal und Messel, unweit der Landesstraße 3317 hat jemand seinen Müll einfach auf einem Waldweg entsorgt.
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Was für eine Sauerei: Im Wald zwischen Offenthal und Messel, unweit der Landesstraße 3317 hat jemand seinen Müll einfach auf einem Waldweg entsorgt.

Immer häufiger werfen Unbekannte ihren Müll skrupellos im Wald. In Dreieich bei Offenbach haben Unbekannte offenbar eine abgerissene Gartenhütte illegal entsorgt.

Dreieich – Ein Jogger dreht am Sonntagmorgen eine entspannte Runde mit dem Hund durch den Wald und stolpert förmlich über illegal abgelagerten Müll. Zwischen Offenthal und Messel in der Nähe von Offenbach, auf einem der Waldwege an der Landesstraße 3317, hat offensichtlich jemand eine abgerissene Gartenhütte entsorgt. Türen, Wellblechdächer aus ehemals durchsichtigem Kunststoff, ein altes Ölfass, das möglicherweise als Grill oder Feuerstelle benutzt wurde, und mindestens ein Dutzend prall gefüllter Müllsäcke.

Der Offenthaler Jogger ist sich sicher, dass eine derartige Menge an Sperrmüll nicht bei nur einer Fahrt abgekippt worden ist. Er ist entsetzt über so viel Dreistigkeit und meldet die Umweltverschmutzung im Mängelmelder der Stadt. Außerdem informiert er unsere Zeitung.

Dreieich bei Offenbach: Wer hat seinen Müll im Wald entsorgt?

Petra Klink, Geschäftsführerin des Dienstleistungsbetriebs (DLB) AöR Dreieich und Neu-Isenburg, weiß am Montagmorgen schon von den Abfallbergen im Wald. „Ich habe den Eindruck, dass Müllablagerungen in dieser Größenordnung in der Vergangenheit zugenommen haben“, sagt Klink. Der DLB ist zuständig für die Entsorgung des illegalen Mülls, die Kosten dafür tragen alle Beitragszahler, ärgert sich Klink über den unnötigen Aufwand für ihre Mitarbeiter und besonders über die Umweltverschmutzung.

„Wir werden vor dem Abtransport auf jeden Fall mit dem Ordnungsamt von Dreieich an der Stelle nach Hinweisen in dem Müll suchen“, hofft die DLB-Chefin, dass der Inhalt der Müllsäcke eine Erkenntnis über die Herkunft des Unrats bringt. Es ist für Klink nicht zu verstehen, dass Umweltsünder nachts klammheimlich in den Wald fahren und Müll abkippen, wo es doch den Wertstoffhof gibt. Wer Sperrmüll entsorgen möchte, kann auch einen Termin vereinbaren. Dann wird er zu Hause abgeholt, muss nur bereitgestellt werden. „Es kann auch sein, dass irgendwelche Schluris mit Abriss und Entsorgung beauftragt wurden und so Kosten sparen wollten“, mutmaßt Klink. (njo)

Bereits im vergangenen Jahr haben sich Anwohner über illegal abgestellten Sperrmüll in Dreiech bei Offenbach aufgeregt. Das Problem ist nicht selten.

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