Wieder Wasser im Wahrzeichen

Sanierung des Buchschlager Brunnens ist abgeschlossen

Die Sanierung des Schneckenbrunnens ist abgeschlossen: Restauratorin Natascha Schmidt (rechts) hat fast hundert Stunden an dem Wahrzeichen gearbeitet, Kim Bagus vom Vorstand des Geschichtsvereins ist glücklich mit dem Ergebnis.
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Die Sanierung des Schneckenbrunnens ist abgeschlossen: Restauratorin Natascha Schmidt (rechts) hat fast hundert Stunden an dem Wahrzeichen gearbeitet, Kim Bagus vom Vorstand des Geschichtsvereins ist glücklich mit dem Ergebnis.

Gut zwei Jahre lang lag der Schneckenbrunnen in Buchschlag trocken – ab heute soll im Strassheim-Garten im Herzen der Villenkolonie endlich wieder das Wasser in dem 1978 eingeweihten Brunnen plätschern. Die immer wieder abplatzenden Mosaiksteine im Beckeninneren hatten dem Geschichtsverein Buchschlag jede Menge Kopfzerbrechen bereitet. Im Winter war regelmäßig mehr von dem kleinteilig gefliesten Boden aufgebrochen.

Dreieich - Auch das Wasser drückte sich durch und suchte sich seinen Weg. In Verbindung mit Frost ein echtes Problem für das Mauerwerk. Restaurierungen brachten nur kurzfristig Abhilfe, immer wieder platzten Steine ab.

Gemeinsam mit dem Offenbacher Künstler Bernd Rosenheim, der den Brunnen einst entworfen hatte, wurde entschieden, die Mosaiksteine nicht mehr zu restaurieren und die Becken stattdessen mit Farbe zu gestalten. Die Buchschlager Restauratorin Natascha Schmidt hat in fast 100-stündiger Arbeit mit spezieller Schwimmbadfarbe einen blauen Farbverlauf in die Brunnenbecken gemalt. „Ich finde, es ist sehr schön geworden. Der Brunnen erscheint jetzt in einem spannenden Farbenspiel“, freut sich die stellvertretende Vorsitzende des Geschichtsvereins, Kim Bagus, an dem Anblick. Kleinere Stellen mussten noch von einer Fachfirma abgedichtet werden, nun aber kann endlich wieder Wasser im Schneckenbrunnen fließen.

Ganz günstig war die Sanierung des Brunnens nicht, rund 12 000 Euro hat der Geschichtsverein in das Buchschlager Wahrzeichen investiert. „Ohne die Unterstützung unserer Sponsoren wäre es nicht möglich gewesen. Größere Beträge haben wir von den Stadtwerken, der Volksbank, Bettina Schmitt Immobilien sowie den Familien Hilgendorf und Schoder-Steinmüller erhalten“, bedankt sich Kim Bagus bei den Freunden des Schneckenbrunnens. Jetzt hofft sie, dass der markante Treffpunkt zwischen Hirschgraben und Forstweg in Zukunft von Vandalismus verschont bleibt. „Wir haben immer wieder Schäden am Brunnen, die durch Gewalteinwirkung entstehen. Wir haben in der Vergangenheit bereits Steine gefunden, mit denen offensichtlich auf die Mosaiksteine geschlagen wurde“, bittet Bagus die Buchschlager darum, in Zukunft ein Auge auf den Brunnen zu haben.

Von Nicole Jost

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