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„Das geht eindeutig zu weit“: Schranke im Dreieicher Wald erneut mit brachialer Gewalt beseitigt

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Von: Frank Mahn

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Und wieder ist sie zerstört worden: Die Schranke nahe der Neuhöfer Straße (L 3317) ist zum dritten Mal in neun Monaten mit brachialer Gewalt beseitigt worden.
Und wieder ist sie zerstört worden: Die Schranke nahe der Neuhöfer Straße (L 3317) ist zum dritten Mal in neun Monaten mit brachialer Gewalt beseitigt worden. © Jost

Schon zum dritten Mal innerhalb von neun Monaten ist die Schranke im Dreieicher Wald zerstört worden. Die Fahndung nach den Tätern läuft.

Dreieich - Bei so viel krimineller Energie bleibt einem die Spucke weg. Zum dritten Mal innerhalb von neun Monaten ist die Schranke in Verlängerung des Herrnröther Wegs mit brachialer Gewalt beseitigt worden. Die Stadt hat Anzeige gegen Unbekannt erstattet.

Der Weg führt von Sprendlingen kommend bis an die L 3317, links geht’s Richtung A 661, rechts nach Götzenhain. Für Autofahrer ist das Stück durch den Wald gesperrt, aber manche Zeitgenossen nutzen die Strecke als Abkürzung. Die Schranke ist einem oder mehreren Unbekannten ein Dorn im Auge. Die Chronologie der Zerstörungsorgie: Nachdem die Stadt die Schranke im November 2021 hatte installieren lassen, wurde sie nur ein paar Wochen später weggeflext. Nach der Reparatur im Februar dauerte es ebenfalls nur ein paar Wochen, bis sie erneut abgesägt wurde. Der dritte Anlauf Anfang Juni hat sich dieser Tage erledigt, die rote Metallbarriere wurde aus den Angeln gerissen.

Dreieich: Erneuerung des Abschnitts nur wenn illegaler Autoverkehr verschwindet

Der Weg gehört Hessen Forst und wird vor allem von Radfahrern genutzt. Allerdings ist das Teilstück durch den Wald in sehr schlechtem Zustand. Eine Erneuerung des Abschnitts hat Hessen Forst unter der Bedingung zugesagt, dass der illegale Autoverkehr unterbunden wird, da die Fahrzeuge dem Belag durch die ständige Nutzung besonders zusetzt. Das Befahren des Wegs mit motorisierten Fahrzeugen oder Arbeitsmaschinen ist im Bedarfsfall ausschließlich den Landwirten und Hessen Forst vorbehalten, die für die Schranke einen Schlüssel haben. „Ein Verschließen des Weges zum Beispiel mit Steinen oder Pfosten ist daher nicht möglich“, heißt es in einer Mitteilung aus dem Rathaus.

„Gerne würden wir die Nutzung des Wegs zufriedenstellend regeln, sodass Hessen Forst die Instandsetzung in Angriff nehmen kann, worauf insbesondere die radelnden Dreieicher dringend warten“, so Erster Stadtrat Markus Heller. „Es ist ärgerlich genug, dass wir eine Schranke benötigen, um den Verkehr in korrekte Bahnen zu lenken. Aber eine wiederholte Zerstörung, die nicht nur auf Kosten der Allgemeinheit geht, sondern eine notwendige Baumaßnahme verhindert, das geht eindeutig zu weit.“ Bislang sind nach Angaben Hellers Kosten von über 4 000 Euro für Schranke, Aufbau und Reparaturen angefallen. (Frank Mahn)

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