Seit 40 Jahren bei der Stadt:

Nährboden für Eigengewächse

Seit 40 Jahren in Diensten der Stadt Dreieich (von rechts): Bürgermeister Dieter Zimmer, Angelika Heil, Monika Mahn, Britta Graf und Waltraud Zimmer. Erster Stadtrat Martin Burlon gratulierte.

Dreieich - Ihr Handwerkszeug von einst steht längst im Museum.

Als Britta Graf, Waltraud Zimmer, Angelika Heil, Monika Mahn und Dieter Zimmer vor 40 Jahren ihre berufliche Laufbahn bei der gerade gegründeten Stadt Dreieich begannen, hantierten sie noch mit Schreibmaschinen und anderen antiquierten Gerätschaften herum. Als die Computer Einzug hielten, rumorte es gewaltig im Rathaus, erinnert sich der Bürgermeister gestern in einer Feierstunde. Längst nicht alle Kollegen wollten sich mit der neuen Technik anfreunden.

Es waren Zeiten, die Jüngere sich schlecht vorstellen können. Als Britta Graf die gehobene Beamtenlaufbahn einschlagen wollte, ließ man sie erst mal abblitzen. Begründung: „Wir geben doch keine 70.000 Mark für Sie aus und dann werden Sie schwanger.“ Den Vorzug bekam – Dieter Zimmer. „Nicht weil ich besser, sondern nur, weil ich ein Mann war.“ Bei Britta Graf hat’s dann später doch noch geklappt und sie stieg weit nach oben auf der Karriereleiter.

Es waren acht Auszubildende, die im September 1978 bei der Stadt die ersten Schritte ins Erwerbsleben machten. Vier dieser „Babyboomer“ sind seither ohne Unterbrechung in der Dreieicher Verwaltung tätig. Ihre Verdienste wurden gestern gewürdigt, ebenso die von Angelika Heil. Sie wurde bereits 1971 bei der Stadt Sprendlingen ausgebildet, setzte aber mehrere Jahre aus.

Britta Graf wechselte noch während der Ausbildung ins Beamtenverhältnis. Von 1984 bis 1989 war sie Leiterin der Sozialhilfeabteilung. 1995 übernahm Graf die Leitung des Hauptamts. Diese Aufgabe nimmt die Magistratsdirektorin mit mehrfach verändertem Aufgabenzuschnitt heute noch als Chefin des Fachbereichs Steuerungsunterstützung und Service wahr.

„Als ich meine Ausbildung begonnen habe, hatte ich eigentlich noch gar keine Vorstellung, was ich beruflich tun will und habe es nur als Übergangslösung gesehen. Allerdings habe ich in den verschiedenen Ämtern und Abteilungen gesehen, wie abwechslungsreich das Portfolio einer Stadtverwaltung ist und bin deshalb nicht mehr weggekommen. Die Arbeit war immer spannend und herausfordernd, auch bedingt durch die vielen Veränderungen“, erzählt die Jubilarin.

Monika Mahn ist im Rathaus zur Bauzeichnerin ausgebildet worden. Seit vielen Jahren ist sie im Fachbereich Planung und Bau tätig, gemeinsam mit zwei Kollegen liegt ihr Fokus auf der Bauberatung. „In 40 Jahren haben sich die Anforderungen in der Stadtplanung fortwährend gewandelt“, berichtet die Offenthalerin. „Es ist eine interessante Aufgabe, man hat viel Kontakt zu Bürgern, Architekten und zu Behörden. Es ist auch spannend zu erleben, wie sich das Stadtbild in all den Jahren verändert und weiterentwickelt.“

Angelika Heil hat ihre Ausbildung bereits 1971 bei der damaligen Stadt Sprendlingen angefangen. Zahlen haben’s ihr angetan, folglich arbeitet sie seit jeher im Finanzbereich. Ab 1980 pausierte Heil sieben Jahre für die Betreuung und Erziehung ihrer Kinder. Davor war sie im Steueramt und in der Stadtkasse tätig. Nach dem Ende ihrer Erziehungspause kehrte sie, nach einer Projektarbeit zur Volkszählung 1987/88, in den Finanzbereich zurück und arbeitete in der Stadtkasse und in der Steuerabteilung, wo sie auch aktuell beschäftigt ist.

Sanierung der Burgkirche in Dreieich: Bilder

Die Burgkirche in Dreieich wird saniert.

Architekt Jochem Jourdan sowie Lilianna Passinger und Robin Tischer vom Bauausschuss informieren bei einem Ortstermin über den Stand der Arbeiten.

Die Holzdecke unter der Empore wurde für die Baumaßnahmen entfernt.

Die Burgkirche in Dreieich wird saniert.

Die Burgkirche in Dreieich wird saniert.

Die Burgkirche in Dreieich wird saniert.

Die Burgkirche in Dreieich wird saniert.

Einer der neuen Sandsteinsockel für die Stützpfeiler.

Die Burgkirche in Dreieich wird saniert.

Die Burgkirche in Dreieich wird saniert.

Die Burgkirche in Dreieich wird saniert.

Die Burgkirche in Dreieich wird saniert.

Die Burgkirche in Dreieich wird saniert.

Die Burgkirche in Dreieich wird saniert.

Die Burgkirche in Dreieich wird saniert.

Die Burgkirche in Dreieich wird saniert.

Die Burgkirche in Dreieich wird saniert.

Die Burgkirche in Dreieich wird saniert.

Die Burgkirche in Dreieich wird saniert.

Die Kanzel und die bedeutende Stumm-Orgel sind dick verpackt.

Die Kanzel und die bedeutende Stumm-Orgel sind dick verpackt.

Die Burgkirche in Dreieich wird saniert.

Die Burgkirche in Dreieich wird saniert.

Die Burgkirche in Dreieich wird saniert.

Die Burgkirche in Dreieich wird saniert.

Waltraud Zimmer hat seit dem Ende ihrer Ausbildung 1981 diverse Aufgaben im Amt für öffentliche Ordnung übernommen, später im Fachbereich Bürger und Ordnung. Sie hat in der Einwohnermeldeabteilung, im Wahlamt und im Gewerbeamt gearbeitet. Heute gehört sie zum Team des Bürgerbüros. „Die Arbeit für die Bürger liegt mir am Herzen“, erklärt Zimmer. „Auch wenn sie durch die Technisierung und die veränderten Anforderungen der Bürger an eine Verwaltung im Laufe von 40 Jahren doch große Änderungen erfahren hat.“

Dieter Zimmers Weg führte vom Azubi bis zum höchsten Posten in der Verwaltung. „Maßgebend für meine Entscheidung bei der Stadt Dreieich anzufangen, war der Wunsch, mich für die Menschen, Vereine und Organisationen in unserer Stadt besonders im sozialen Bereich engagieren zu können“, sagt der 59-Jährige, der viele Jahre in führender Funktion im Sozialamt beschäftigt war. Der Sozialbereich ist, wenn man so will, immer sein „Steckenpferd“ geblieben. So war es selbstverständlich, dass er 2001 nach seiner Wahl zum Ersten Stadtrat auch Sozialdezernent wurde. Die Verantwortung dafür hat er auch 2007 nach seiner Wahl zum Bürgermeister als Fachdezernent mitgenommen.

Dieter Zimmer ist seit elf Jahren Bürgermeister mit Leib und Seele, aber die Gesundheit spielt nicht mehr so mit, wie es dieser Fulltime-Job erfordert. Deshalb hört der SPD-Mann auf, im Februar ist Schluss. Wer auch immer sein Nachfolger wird, er tritt in große Fußstapfen. (fm)

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