Passend zur Weihnachtszeit

Seltenes Himmelsschauspiel über Dreieich: Jupiter und Saturn als ein Stern wahrzunehmen

Diese Aufnahme mit Mond und den sich näher kommenden Planeten Jupiter und Saturn gelang Stephan Heinsius am Donnerstag, 17. Dezember, gegen 18.30 Uhr über den Bäumen von Götzenhain.
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Diese Aufnahme mit Mond und den sich näher kommenden Planeten Jupiter und Saturn gelang Stephan Heinsius am Donnerstag, 17. Dezember, gegen 18.30 Uhr über den Bäumen von Götzenhain.

Von Dreieich aus lässt sich ein seltenes Spektakel am Himmel bewundern. Eine enge Begegnung zwischen Jupiter und Saturn steht bevor. So können Sie das Schauspiel am besten verfolgen.

Dreieich – Dem heutigen Montag fiebert der Hobbyfotograf und Amateurastronom Stephan Heinsius seit einiger Zeit entgegen. Schon an den vergangenen Abenden hat der Götzenhainer seine Kamera gen Himmel gerichtet, wo sich eine äußerst seltene Planetenkonstellation aus Jupiter und Saturn anbahnt, die der Ursprung für den Weihnachtsstern am Himmel über Bethlehem sein könnte.

Dreieich: Seltenes Himmels-Spektakel zu bewundern – Große Konjunktion sichtbar

„Die beiden größten Planeten unseres Sonnensystems kommen sich etwa alle 20 Jahre besonders nahe“, schreibt Heinsius. Dabei überholt der schnellere Jupiter den langsameren Ringplaneten Saturn. Ein Auftreten dieser Konstellation, der so genannten „großen Konjunktion“, soll einer Überlieferung nach auch als „Stern von Bethlehem“ bezeichnet worden sein. Das ist aber wissenschaftlich nicht eindeutig belegt.

Von der Erde aus gesehen wird so eine Begegnung in diesem Jahr besonders eng am Himmel erscheinen: Aus der Perspektive stehen Jupiter und Saturn dann fast genau hintereinander. So dicht, dass sie mit dem bloßen Auge wie ein einziger Stern wahrgenommen werden können. Und das rechtzeitig vor Weihnachten, am 21. Dezember, dem Tag der Wintersonnenwende.

Himmels-Schauspiel von Dreieich aus zu bewundern: Jupiter und Saturen begegenen sich am Himmel

„Zuletzt gab es eine derart enge Begegnung der beiden Planeten vor etwa 400 Jahren“, weiß der Götzenhainer. Dieses Jahr kommt der „Weihnachtsstern“, wenn man das Phänomen denn so bezeichnen möchte, wie bereits im Jahr 7 v. Chr. im Dezember, passend zur Weihnachtszeit.

„Wer das so sehen möchte, für den gibt es zu Lebzeiten nur dieses einzige Mal!“, betont Heinsius. Die nächste enge Begegnung dieser Art ist zwar bereits in 60 Jahren zu erwarten, dann aber im März und nicht zu Weihnachten. Auch die große Konjunktion im Jahr 2100 und die darauf folgende finden nicht im Dezember statt.

Dreieich: So können sie das Spektakel am besten beobachten

Die Konstellation ist abends mit Einsetzen der Dunkelheit nach Sonnenuntergang im Südwesten zu sehen, einen freien Horizont und wolkenfreien Himmel vorausgesetzt. Auch in den Tagen vor und nach dem 21. Dezember waren und sind die beiden Himmelskörper als „Doppelstern“ ein markantes Objekt am Abendhimmel. Eine besonders schöne Aufnahme gelang Heinsius am vergangenen Donnerstag gegen 18.30, als genau zur richtigen Zeit das Wetter mitspielte und der Mond und das Planetenpaar am Himmel über Dreieich zu sehen waren, noch knapp über einer Wolkenbank und ein paar Bäumen in Götzenhain. Nun muss das Wetter heute mitspielen, um das seltene Himmelsschauspiel erleben zu können. (hok)

Bauland ist knapp, gerade auch in Dreieich. Dennoch ist die Stadt in Zugzwang. Bevölkerungsprognosen gehen davon aus, dass sich bis zum Jahr 2040 ein rechnerischer Gesamtbedarf von rund 2 300 Wohnungen in Dreieich ergibt.

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