Caritashelferkreis von St. Marien

Senioren eine Freude bereiten in Götzenhain, Dreieichenhain und Offenthal

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Sie sind ein eingespieltes Team: Die zwölf Frauen des Caritashelferkreises St. Marien engagieren sich für Senioren. 

Eine fröhliche Runde von Frauen ist im katholischen Gemeindezentrum in Dreieichenhain zu ihrem monatlichen Treffen zusammengekommen. Doch neben einem gemütlichen Plausch steht auch die Vorbereitung der nächsten Aktivitäten an. 

Ziel des Caritashelferkreises der katholischen Gemeinde St. Marien in Götzenhain, Dreieichenhain und Offenthal ist es, Senioren eine Freude zu bereiten.

Bei der jüngsten Veranstaltung Anfang Oktober standen die Frauen selbst im Mittelpunkt, konnte doch der Helferkreis 50. Geburtstag feiern. Pfarrer Reinhold Massoth lobte das Engagement in einer gereimten und gesungenen Predigt. Und dazu zählen neben den abwechslungsreichen Seniorennachmittagen der Besuch von älteren Gemeindemitgliedern zu Geburtstagen und die Kreuzwegandacht in der Fastenzeit. Zugleich hob Massoth die Ehrenamtsplakette der Stadt hervor, die der Caritashelferkreis im Jahr 2010 von der Stadt bekam.

Von Anfang an mit dabei ist die fast 90-jährige Helma Gangl, etwas später kam auch Gisela Wltschik dazu. Die beiden können auf viele schöne Jahre, aber auch einige Auf und Abs zurückblicken. Sie freuen sich, dass der Helferkreis so gut da steht und weiterhin eine Zukunft hat. „Übrigens waren am Anfang auch Männer dabei. Doch das hat sich geändert“, erzählt Gangl. Die Einrichtung entstand, als 1968 die ersten Pfarrgemeinderäte ins Leben gerufen wurden. Hildegard Rolshausen und Maria Kuhn brachten von einem Seminar in Offenbach die Anregung zu einem Krankenpflegkurs mit.

Durch persönliche Ansprachen fanden sich 25 Interessierte zusammen. Erster Vorsitzender war Fritz Kahl, zweite damals Hildegard Rolshausen. Jede Helferin bekam eine Liste mit Namen von Senioren, die sie zu betreuen hatte. Der erste Seniorennachmittag ging am 30. November 1969 über die Bühne, damals im überfüllten Sälchen in Götzenhain. „Es war sehr eng“, erinnert sich Gangl. Das Geschirr wurde von den Helferinnen mitgebracht. „Auch die Kuchen wurden von ihnen selbst gebacken, wie das heute noch der Fall ist“, sagt sie weiter. Von da ging es mit den Seniorennachmittagen in die evangelischen Gemeindehäuser von Dreieienhain und Götzenhain, bis Mitte der 70er Jahre das neue katholische Gemeindezentrum in der Taunusstraße mit seinen größeren Räumlichkeiten zur Verfügung stand.

Über die Jahre stellten die Helferinnen das ganze Programm auch mit Liedern und Tänzen auf die Bühne, wozu mehr Proben notwendig waren. „Das war nicht immer einfach, da alle Familien hatten und zum Teil auch berufstätig waren. Aber mit gutem Willen schaffen wir es bis heute“, heißt es. Es entstand für einige Jahre auch ein Handarbeitskreis, der schöne Dinge für einen Adventsbasar herstellte.

Doch mit der Zeit wurde der Kreis der Aktiven – durch Krankheit und Tod – immer kleiner. Trotzdem gelang es, die wesentlichen Aufgaben wie die Geburtstagsgrüße und die Nachmittage für Senioren aufrechtzuhalten. Nach dem 45. Geburtstag schieden viele der langjährigen Helferinnen aus. Aber von einem Ende konnte nicht die Rede sein – glücklicherweise. Durch Aufrufe und persönliche Ansprache entstand ein jüngerer Kreis. Die Frauen im Alter von 50 bis 90 Jahren sorgen weiterhin für die Geburtstagsgrüße und die Organisation der immer sehr gut besuchten Nachmittage. „Es macht großen Spaß, sich für die Senioren zu engagieren. Und es ist eine große Freude, von ihnen etwas zurückzubekommen“, betont Barbara Dziuba. Denn mit den Besuchen sind viele schöne Erlebnisse verbunden.

„Bei uns kann sich jede Helferin mit ihren Fähigkeiten einbringen“, erzählt Inge Städtler. So kümmern sich beispielsweise Birgit Löbel und Gerti Stahl um die Gastronomie, Irene Liederbach um die Finanzen und Ingeborg Mohr um die Gestaltung der Seniorennachmittage in der Fastnachtszeit, die immer ein besonderes Highlight sind.

Jetzt steht erst mal die Gestaltung des Adventsnachmittags Anfang Dezember an. Und da haben die Helferinnen schon einige Ideen. Neben viel Musik wird auch der Nikolaus erwartet.

VON HOLGER KLEMM

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