Show der Superlative

Sprendlinger TG bereitet aufwendiges Spektakel vor

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Aufwendige Videodrehs: Wenn der „böse“ Investor schwimmen geht, hat er das Hallenbad für sich alleine und wird von Bodyguards begleitet.

Dreieich - Die Macher der Sprendlinger TG sind sich sicher: Die vierte Turnschau des Vereins am 24. /25. November wird neue Maßstäbe setzen. „Es wird die mit Abstand größte Vereinsveranstaltung der vergangenen Jahrzehnte“, kündigt Vorsitzender Matthias Matthes an. Von Frank Mahn 

Mehr als 250 Mitglieder sind in das Spektakel involviert, mit dem die Verantwortlichen die Bandbreite des STG-Angebots aufzeigen und das Gemeinschaftsgefühl stärken wollen. Die Zuschauer in der Hans-Meudt-Halle dürfen sich auf eine mitreißende Show mit sportlichen Einlagen, Spezialeffekten und viel Musik freuen. „Crashing Hall – nicht jeder traut sich’s aufzubauen“ – unter diesem Titel firmiert die vierte Turnschau nach 2004, 2006 und 2010. Sie sollte eigentlich schon früher steigen, aber vor allem die umfangreichen Umbauarbeiten an der Halle in der Rhönstraße banden viele Kräfte. „Als sich 2016 abzeichnete, dass die Hallensanierung in diesem Jahr dem Ende entgegengeht, wollten wir nicht länger warten“, berichtet Matthias Matthes.

Die jungen Damen in den Blaumännern sollen das alte Vereinstheater in seinem Auftrag abreißen. Die Kurzfilme dienen in der Show als Erklärung der Rahmenhandlung.

Die Turnschau Nummer vier zeichnet sich durch viele Neuerungen aus. Ein Clou: „Wir haben die Rahmenhandlung an einigen Stellen augenzwinkernd mit aktuellen Geschehnissen verknüpft. Natürlich sind alle Charaktere frei erfunden, doch beim Ansehen der Show wird der am Stadtgeschehen interessierte Bürger gewisse Parallelen erkennen können“, sagt Matthes. Die Geschichte: Rosi erfährt, dass ihr Onkel Heinrich aus Dreieich verstorben ist. Sie und ihre Tochter Lissy erben sein altes Vereinstheater. Voller Nostalgie und wundervoller Erinnerungen an ihre früheren Besuche dort lassen sie das idyllische Landleben hinter sich und machen sich auf nach Dreieich. Doch sie ahnen nicht, dass ein Investor anderweitige Pläne für das marode Theater hat. Ob es ein Happy-End gibt, wird an dieser Stelle nicht verraten.

Der Aufwand, den die Beteiligten betreiben, ist immens. „Wir sind seit einigen Wochen damit beschäftigt, Videoaufnahmen für unsere Filmeinspielungen vorzubereiten, die als Überleitung in der Show und Erklärung der Rahmenhandlung dienen sollen“, erzählt Matthias Matthes. Für die Videos ist federführend Maxim Kuznetsov verantwortlich, der sich seit 2016 auch im Vorstand engagiert. Technisch und vom logistischen Aufwand her betrachtet, sei die 2017er Turnschau ungefähr so aufwendig wie alle bisherigen Shows zusammen, sagt Matthes und zählt auf: „Für keine Turnschau wurden mehr Videoinhalte vorproduziert, für keine andere Veranstaltung so viel Material bewegt, keine bisherige Rahmenhandlung war so auf das aktuelle Geschehen abgestimmt. Rund um die Darsteller werden 40 Scheinwerfer für beeindruckende Lichteffekte sorgen, für die Show wird eine 20 Meter breite Bühnenkonstruktion mit Treppe in die Hans-Meudt-Halle gebaut.“

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Kostüme, Technik, Kulissen, Werbung – das kostet. Das Budget liegt bei 20.000 Euro. Die Hälfte übernehmen nach Matthes’ Worten Sponsoren, die andere Hälfte soll durch Catering und den Kartenverkauf reinkommen. Um Gewinn geht’s bei dem Projekt nicht. Matthes: „Unser Ziel als Verein ist eine positive Wahrnehmung in der Bevölkerung, die optimale Präsentation unserer Angebote sowie als internes Ziel das Entfachen eines Feuers, das noch lang nach der Veranstaltung positiv auf die Motivation der Mitglieder ausstrahlt.“ Gezeigt wird die Show am Freitag, 24., um 19 und am Samstag, 25., um 18 Uhr. Karten gibt es nur in der STG-Geschäftsstelle in der Rhönstraße 1 (Tel.: 06103/8331690). Sie kosten 14 und 16 Euro, Kinder und Jugendliche bis 14 zahlen acht oder zehn Euro.

Weitere Infos: www.turnschau.de

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