Solarpark rechtzeitig fertig gestellt

Buchschlag (msc/hok) - „Es hat geklappt“, freute sich gestern Stadtwerke-Geschäftsführer Wolfgang Lammeyer. Der Solarpark auf der ehemaligen Mülldeponie in Buchschlag wurde rechtzeitig zum Ende des vergangenen Jahres fertiggestellt, um noch in den Genuss der kompletten staatlichen Förderung zu kommen.

Wäre das Projekt erst päter beendet worden, hätten die Beteiligten - die Dreieicher Stadtwerke und die Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH (FES) - eine Kürzung der Zuschüsse hinnehmen müssen.

Zeitweise an die 100 Arbeiter waren den ganzen Dezember auf der ehemaligen Mülldeponie beschäftigt, um das ehrgeizige Ziel umzusetzen. Mit großen Ramm-Maschinen wurden hunderte Stützpfeiler 1,3 Meter tief in den Boden getrieben. Insgesamt 40.000 Module wurden montiert und waren zum Jahresende betriebsbereit. Sie machen den Solarpark Buchschlag zur größten Photovoltaikanlage Hessens. Diese kann jährlich etwa 7,6 Millionen Kilowattstunden Strom aus Sonnenlicht erzeugen - das entspricht einem Energieverbrauch von bis zu 2000 Haushalten oder einem Viertel des gesamten Strombedarfs in der Stadt Dreieich.

Ende Januar soll erzeugter Strom ins Netz eingespeist werden

Ab Ende Januar soll der dort erzeugte Strom ins Netz eingespeist werden. Bürger können sich bis zu einem Viertel der Investitionssumme beteiligen. Die Vermarktung soll bis Ende März abgeschlossen werden.

Dem 15 Millionen teuren Mammut-Projekt waren monatelange Verhandlungen vorausgegangen. Zuständig für das 109.000 Quadratmeter große Solarkraftwerk ist die Rhein-Main Solarpark GmbH, eine gemeinsame Tochtergesellschaft der Dreieicher Stadtwerke und der FES. Vieles musste im Vorfeld abgeklärt werden, um das Bauvorhaben realisieren zu können. Das Deponie-Gelände befindet sich im Besitz der Stadt Frankfurt, für die Rekultivierung der Fläche ist der Landesbetrieb Hessenforst zuständig.

Am 1. November des vergangenen Jahres war schließlich alles unter Dach und Fach, die Beteiligten konnten die entsprechenden Verträge unterzeichnen. Bereits eine Woche später begannen die Baumaßnahmen.

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