Lettkaut für Wahlkampf missbraucht?

„Empörung völlig unangebracht“

Dreieich - „Ausgesprochen verärgert“ zeigt sich Holger Dechert, der Fraktionsvorsitzende der SPD, in einer am Wochenende verschickten Pressemitteilung über die Fraktionsvorsitzenden der CDU, Hartmut Honka, und der Freien Wähler, Marco Lang.

„Die vermeintlichen Unterstützer des Projektes in der Lettkaut sollten besser mal öffentlich ihre Unterstützung zum Ausdruck bringen, anstatt jede nur erdenkliche Gelegenheit zu nutzen, das Projekt kaputt zu reden“, findet Dechert. Der Sozialdemokrat merkt an, es sei bislang bei keinem Bebauungsplanverfahren weder üblich gewesen, die Protokolle von Scoping-Terminen zu veröffentlichen, noch den Stadtverordneten zu schicken. „Dies wurde bislang auch von niemandem gefordert. “.

Diese Termine stünden erst am Anfang eines Abstimmungs- und Planungsprozesses – und die dort vorgetragenen Hinweise und Bedenken könnten erst nach weiteren Untersuchungen bewertet werden, schreibt Dechert. Es gebe in Deutschland kein Bebauungsplanverfahren, bei dem nicht am Anfang ähnliche Bedenken stünden, die dann in der Planung entsprechend zu berücksichtigen seien.

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Die Empörung von CDU und FWG sei daher völlig unangebracht. „Es ist eher zu vermuten, dass sich CDU und FWG bereits im Wahlkampfmodus befinden und hier gezielt mit negativen Schlagzeilen die Projektbeteiligten zum Aufgeben bringen wollen, um hinterher im Bürgermeisterwahlkampf Martin Burlon vorwerfen zu können, dass es ihm nicht gelungen ist, die Fußballakademie der Eintracht nach Dreieich zu holen und die Internationale Schule langfristig am Standort Dreieich zu sichern“, konstatiert der SPD-Fraktionschef.

Bilder: Kleingärtner protestieren gegen Lettkaut-Pläne

Und schiebt schließlich noch sarkastisch hinterher: „Sollte jedoch tatsächlich die CDU-Kandidatin Bettina Schmitt irgendwann Bürgermeisterin werden, gehen wir selbstverständlich davon aus, dass dann sämtliche Protokolle jeglicher Skoping-Termine unaufgefordert veröffentlicht und an die Stadtverordneten verschickt werden.“ (hov)

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