Spendenbereitschaft ungebrochen

Dreieicherin stiftet 10.000 Euro für Flüchtlinge

Dreieich - Voraussichtlich 180 Flüchtlinge werden der Stadt im ersten Quartal 2016 zugewiesen. Das hat der Kreis Bürgermeister Dieter Zimmer mitgeteilt. „Wir sind froh, dass die Hilfsbereitschaft der Dreieicher ungebrochen ist.“ Von Frank Mahn

Neben dem ehrenamtlichen Engagement von Einzelpersonen und Institutionen, die im Netzwerk Flüchtlingshilfe Dreieich zusammenarbeiten, bestehe nach wie vor eine große Bereitschaft zum Spenden, sagt Zimmer. Um die Verwaltung und Verteilung der Sachspenden kümmert sich überwiegend das Forum Sprendlingen Nord. „Geldspenden werden über das Projekt Flüchtlingshilfe im Rathaus verwaltet und dort eingesetzt, wo sie am meisten benötigt werden“, so Zimmer. Er lobt die Hilfsbereitschaft der Dreieicher und hebt eine Spenderin ganz besonders hervor. Eine Frau, die ihren Namen öffentlich nicht genannt wissen will, hat 10 000 Euro gestiftet.

Wie schnell Ankündigungen Makulatur werden können, hat sich am Dienstag gezeigt. In der Pressekonferenz des Magistrats sagt Zimmer, laut Mitteilung des Kreises würden der Stadt im ersten Quartal 2016 etwa 230 Flüchtlinge zugewiesen – 77 im Monat. Zwei Stunden später korrigiert der Kreis die Zahlen, weil das Land zu neuen Erkenntnissen gekommen ist. Demnach sind es – Stand gestern Mittag – nur noch 59 Flüchtlinge pro Monat, für die ein Dach über dem Kopf besorgt werden muss.

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Im Rathaus hofft man, dass der Altbau der Max-Eyth-Schule und das frühere Gebäude von Mattel bald bezugsfertig sind. In den beiden Gemeinschaftsunterkünften des Kreises sollen zusammen knapp 400 Menschen unterkommen. Sie werden auf das Kontingent der Stadt angerechnet. Dann, so die Integrationsbeauftragte Karin Scholl, „könnten wir mal etwas verschnaufen“. Vergangenes Jahr hat die Stadt insgesamt 305 Flüchtlinge untergebracht – unbegleitete minderjährige Jugendlichen und Familienzusammenführungen mitgerechnet. 2013 und 2014 waren es zusammen 175.

Rubriklistenbild: © dpa

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