Kinder und Eltern sollen sich wohlfühlen

Spielplatz im Bürgerpark wird umgestaltet

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Bislang hat sich schon einiges im Bürgerpark getan. Nun steht der erste Bauabschnitt zur Umgestaltung an. Damit soll der unattraktive Spielplatz für kleine Kinder aufgewertet werden.

Sprendlingen - Schön sieht anders aus: Der Kleinkinderspielplatz im Bürgerpark in der Nähe des Bürgerhauses lädt nicht dazu ein, dort länger zu verweilen. Das soll sich ändern. Von Holger Klemm

Im ersten Bauabschnitt zur Umgestaltung des Bürgerparks wird der Fokus auf diesen Bereich gerichtet. Zudem soll das benachbarte Bürgerhaus eine nutzbare Terrasse bekommen. Landschaftsarchitekt Dirk Schelhorn, der im Auftrag der Stadt und unter Beteiligung der Dreieicher das Konzept für den Bürgerpark erarbeitet hat, stellt die Pläne am Mittwochabend im Ausschuss für Stadtentwicklung, Umwelt und Energie vor. Künftig soll es Kindern im Alter von bis zu sechs Jahren wieder richtig Spaß machen, dort zu spielen und sich auszutoben. Schelhorn spricht von verschiedenen Bereichen und Möglichkeiten. Vorgesehen sind unter anderem ein Kletterwirrwarr, Schaukeln. Drehscheiben, aber auch ein Sandkasten. Die Eltern sollen sich künftig ebenfalls wohlfühlen, wenn sie von Bänken und Podesten von einem schattigen Bereich aus ihren Schützlingen beim Spielen zuschauen. Auch ein Picknicktisch ist geplant.

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Nächste Projektschritte im Bürgerpark

In den ersten Baubschnitt soll das Bürgerhaus mit einbezogen werden, das sich weiterentwickeln möchte, so Schelhorn. Bislang gebe es keinen Außenbereich für Veranstaltungen. Das soll sich durch eine neu gestaltete Terrasse ändern – mit einem schönen Blick auf den Teich. Momentan schaut man durch die Glasfront des Foyers auf viel Wildwuchs. Schelhorn schlägt vor, den Blick freischneiden zu lassen und so eine attraktive Verbindung zwischen Bürgerhaus und Teich zu schaffen. Für den ersten Bauabschnitt mit dem Kleinkinderspielplatz stehen im Haushalt 100.000 Euro bereit. Die Gestaltung der Terrasse übernimmt das Bürgerhaus. Auch wenn es sich um zwei verschiedene Projekte handelt, macht es laut Schelhorn Sinn, beides gemeinsam anzugehen, um zeitversetzte Baustellen zu vermeiden.

Oldtimer im Bürgerpark

Da aktuell die Auftragslage der Landschaftsbaubetriebe gut sei, schlägt Schelhorn vor, mit der Ausschreibung bis zum November zu warten. Dann seien günstigere Ergebnisse zu erwarten. Mit der Fertigstellung rechnet er im März oder April. In der Fragestunde zu Beginn lobt eine Anwohnerin, dass sich im Bürgerpark bereits einiges getan habe. Sie bedauert aber, dass bislang an keine Toilette gedacht sei. Immer wieder beobachte sie Männer, auch Taxi- und Busfahrer, die ihre Notdurft in Büschen verrichten. Sie schlug zumindest Hinweisschilder zu WCs in benachbarten öffentlichen Einrichtungen vor. Diesen Vorschlag nahm der Erste Stadtrat Martin Burlon gerne auf. Der Bau einer Toilette und der Unterhalt dagegen würden das Budget sprengen. Andere Umgestaltungsmaßnahmen im Bürgerpark wären dann nicht möglich. Die BfD-Fraktion hatte für die Sitzung einen Antrag vorbereitet, mit dem die Erarbeitung eines schlüssigen Konzepts für die Umsetzung des Projekts Bürgerpark gefordert wurde. Nach der überzeugenden Präsentation durch Schelhorn kündigt Fraktionsvorsitzende Natascha Bingenheimer eine Neufassung für die Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses an – mit dem Tenor, dass die Öffentlichkeit über die weiteren Schritte und Prioritäten zur Umgestaltung informiert werden soll.

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