Sportanlagen-Gutachten soll im März vorliegen

SC Hessen hat ein Auge auf den HSV-Platz geworfen

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Dreieich - Wie groß ist der Bedarf an Sportanlagen in der Stadt? Dieser Frage geht ein Büro aus Kaiserslautern nach. Das auch von Fußballvereinen angeregte und vom Magistrat beauftragte Gutachten ist in Arbeit und wird von der Gesellschaft für Landschaftsanalyse und Umweltbewertung (LAUB) erstellt. Von Frank Mahn

Mit einem Mitarbeiter des Büros können sich die Vereinsvertreter am nächsten Samstag austauschen. Der Gutachter habe sich inzwischen eine erste Orientierung verschafft, sagt Erster Stadtrat Martin Burlon. Im Gespräch mit den Klubs gehe es um das „Abklopfen von Grundlagen“. Zudem hätten die Funktionäre die Möglichkeit, ihre Situation zu schildern und ihren individuellen Bedarf darzustellen. „Von dem Angebot wollen alle Gebrauch machen“, sagt Burlon, der sich freut, dass es endlich vorangeht. „Im Nachgang wird dann das Gutachten fertig gestellt, sodass wir weiter davon ausgehen, dass wir im März und somit noch vor Ostern die Vereine und die Öffentlichkeit über das Ergebnis der externen Prüfung informieren können.“ Den Fußballern schlagen die seit 2014 erhobenen Nutzungsgebühren auf den Magen. Sie sind Teil eines Pakets, mit dem die Stadt 300.000 Euro per anno bei der Unterhaltung ihrer Sportanlagen einsparen will. Die Schließung und ein möglicher Verkauf eines Platzes könnten die Vereine entlasten – ob das eine realistische Hoffnung ist, soll die Expertise zeigen.

Derweil hat eine Aussage von Rudi Bommer in einem Interview unserer Zeitung für leichte Irritationen gesorgt. Man werde schauen, ob man zusätzlich einen Platz in Dreieich mieten könne, hatte der neue Trainer des SC Hessen gesagt. Der Verein von Mäzen Hans Nolte hat im Sportpark exzellente Bedingungen, kommt mit seinen zwei Plätzen aber demnächst nicht mehr aus. Grund: Der Jugendfußball-Club Frankfurt um Präsident Charly Körbel, der inzwischen auch Vorstand beim SC Hessen ist, zieht nach Dreieich.

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Einen Platz mieten? „Wir haben weder vom Verein noch von der Dreieich Sportstätten Betriebs- und Marketing GmbH eine Anfrage in dieser Richtung bekommen“, versichert Martin Burlon. Dann müsste es um eine Sportanlage in Vereinshand gehen – und da kommt nur das Gelände des HSV Götzenhain in Frage. Hans Nolte und HSV-Vorsitzender Ralf Kudernak kennen sich aus dem Wirtschaftsrat jedenfalls gut. „Es gibt eine Anfrage“, sagt Kudernak.

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