Plätze im August bespielbar

„Sportpark Dreieich“: Die neue Lettkaut

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So soll das neue Gelände an der Lettkaut aussehen.

Dreieich - Im Sprendlinger Süden entsteht für drei Millionen Euro der „Sportpark Dreieich“ – nicht nur zur Freude von Fußballern. Von Frank Mahn

Ein Projekt dieser Dimension ist einzigartig für Dreieich. Auf dem Gelände an der Lettkaut im Sprendlinger Süden, das bis vor ein paar Monaten noch in städtischem Besitz war, entsteht unter Federführung der Dreieicher Sportstätten Betriebs- und Marketing GmbH (DSBM) ein hochmoderner Sportpark – mit allem, was sich nicht nur Fußballer wünschen. Die Verantwortlichen hoffen, dass die Baugenehmigung in den nächsten zwei bis drei Wochen erteilt wird. Im August, so das Ziel, sollen die Plätze bespielbar sein.

Naturrasenplatz, multifunktionaler Kunstrasen, der bei Bedarf in drei Felder teilbar ist, Tartanplatz für Handball und Basketball, Wettkampfstätten für Leichtathleten, 256 überdachte Sitzplätze und vieles mehr – Sportlerherzen werden höher schlagen. Aufs Gleis gesetzt hat all das der Unternehmer Hans Nolte (Hahn Air) mit der eigens dafür gegründeten DSBM. Deren Geschäftsführer Sascha Schnobrich beziffert das Investitionsvolumen auf drei Millionen Euro.

Breites Leichtathletik-Angebot ab Sommer

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Profitieren werden vom „Sportpark Dreieich“ nicht nur die Fußballer des SC Hessen Dreieich. Mit dem im vergangenen Jahr unter seiner Federführung aus der Taufe gehobenen Verein peilt Nolte mittelfristig den Aufstieg in die Hessenliga an. Seit ein paar Wochen gibt es unter dem Dach des SC Hessen auch eine Leichtathletikabteilung – mit dem Zehnkampf-Olympiazehnten von Peking und deutschen Meister von 2010, Michael Schrader, als Aushängeschild.

Den rund 8 000 Kindern und Jugendlichen in der Stadt werde man vom Sommer an ein breites Leichtathletik-Angebot machen, kündigt der Verein an. Der Sportpark sei speziell auf die Bedürfnisse des Nachwuchses zugeschnitten, biete sich mithin für den Schulsport an. Nach den Worten von Sascha Schnobrich soll die Anlage aber auch Partnervereinen des SC Hessen zur Verfügung stehen.

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Bis Ende der vergangenen Saison war die Lettkaut noch Heimat des SC Buchschlag. Die Fußballer haben inzwischen eine Spielgemeinschaft mit der SG Götzenhain gebildet, das Clubhaus des SCB steht freilich noch an der Lettkaut. Man sei kurz davor, sich in der Frage der Entschädigung zu einigen, sagt Schnobrich.

Der Sportkindergarten, der zum Konzept gehört, taucht in der aktuellen Planung nicht auf. Das Projekt sei aufgeschoben, aber nicht aufgehoben, versichert der DSBM-Geschäftsführer. Man habe es zurückgestellt, weil es das Genehmigungsverfahren um einiges verzögert hätte, so Schnobrich. „Wir haben uns deshalb erst mal auf die Sportstätte konzentriert.“

Und hier seien alle Hausaufgaben erledigt. Dazu zählte jüngst noch ein artenschutzrechtliches Gutachten: An der Lettkaut sind viele Zauneidechsen heimisch. Für sie wird in der Nähe eine Ausgleichsfläche geschaffen.

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