Jubiläumsprogramm vorgestellt

Sprendlingen putzt sich raus zur Kerb

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Sie freuen sich auf ihre Aufgabe: Zur Sprendlinger Jubiläumskerb gibt es 14 Kerbborschen im Alter von 18 bis 21 Jahren. Sie wurden vom Kerbteam in der SKG-Halle vorgestellt.

Sprendlingen - Aus mehr als 250 Kehlen ertönt das Sprendlinger Lied und liefert in der SKG-Halle einen Vorgeschmack auf das, was in diesem Sommer auf dem Kerbplatz zu erwarten ist. Von Enrico Sauda 

Die Sprendlinger Kerb feiert 300. Geburtstag und das Kerbteam hat ein umfangreiches und buntes Programm auf die Beine gestellt, das vom Vorsitzenden Oliver Bohrer präsentiert wird. Dazu sind Mitglieder etlicher Kerbborschen-Jahrgänge seit 1951 gekommen. „Es fällt uns immer schwer, Kerbborschen zu finden“, so Bohrer. „In den 90er Jahren waren es gar nur drei Jahrgänge. Dafür sind wir jetzt sehr froh, dass es uns gelungen ist, für unser Jubiläumsjahr eine Gruppe zu gewinnen.“ Bohrer stellt die 14 Jungs im Alter zwischen 18 und 21 Jahren erstmals öffentlich vor. Die Jubiläumskerb vom 12. bis zum 16. August soll eine Riesenparty werden. Die Planungen dafür laufen bereits seit mehr als einem Jahr. „Tradition bedeutet nicht nur, viel zu feiern und die Kerb zu genießen, sondern vor allem viel Einsatz und Arbeit“, sagt der Vorsitzende.

Die Gruppe um Oliver Bohrer und Peter Held hat sich mit Festzeltwirt Eddi Hausmann in Verbindung gesetzt. Der stellt ein Zelt auf den Kerbplatz, in dem an allen fünf Tagen Gaudi herrschen wird. Bohrer: „Es wird an allen Tagen freien Eintritt geben, wir wollen mit euch allen und den Sprendlingern ein schönes Fest feiern.“ Das Kerbteam habe in den vergangenen Monaten viele Spenden gesammelt, Sponsoren gewonnen und viele Ideen entwickelt, damit Sprendlingen zur Jubiläumskerb glänzt. Durch den Verkauf der Kerbbäumchen am Samstagmorgen hoffen die Aktiven auf einen Betrag, der mindestens im vierstelligen Bereich liegt. An 50 Laternenmasten werden Jubiläumsfahnen hängen. Zudem zählt das Kerbteam auf die gestalterische Hilfe der Sprendlinger.

Das Festprogramm im Zelt ist vielseitig. Bereits am Eröffnungsabend am Freitag, 12. August, ist mit der Kultband Gypsys aus Neu-Isenburg Party angesagt. Am Samstag geht es mit einem größeren Kerbumzug als üblich weiter. Danach steht die Kerbbaumaufstellung auf dem Programm, bevor am Abend die Oktoberfestband im Zelt auftritt. Zudem gibt es einen weiteren Showact mit der Gruppe Junx aus Hamburg. Der Sonntag beginnt mit dem Kerbgottesdienst. „Der ist zwar früh, aber dafür immer ein Erlebnis“, weiß Bohrer. Zum Altennachmittag spielt das Interton Trio auf. Die Sprendlinger Vereine bringen sich mit einem Vereinsnachmittag ein. Höhepunkt der Feierlichkeiten am Sonntag ist der Abend der Kerbborschen mit dem großen Fahnentreffen im Zelt. „Wir kommen vorher schon um 17 Uhr mit Hut und Schärpe bei den Bermer Buben in der Schulstraße zusammen und schwätzen über alte Kerbzeiten. Darauf freuen wir uns alle schon sehr.“ Für diese Ankündigung erhält Bohrer von den Kerbborschen viel Applaus. Der Montagabend wartet mit einem Highlight auf: Die Veranstalter haben Victoria Kern, Deutschlands Helene-Fischer-Double Nummer eins, engagiert. Zusammen mit der Oktoberfestband von Eddi Hausmann wird sie das Festzelt rocken. Am Dienstagabend heißt es Abschied nehmen, um 20.45 Uhr startet der Umzug zum Bürgerpark zur Kerbverbrennung mit dem Auftritt der Firedancer und einem Feuerwerk.

Bilder von der Sprendlinger Kerb

Um die Wartezeit ein wenig zu versüßen, hat das Kerbteam eine besondere CD aufgenommen. Monatelang probten rund 20 Sänger traditionelle und selbst geschriebene Kerblieder, die sie dann im Februar in einem professionellen Tonstudio aufnahmen. „Die CD erscheint in limitierter Auflage von 1 000 Stück und ist bald schon gegen eine Spende bei uns und den noch kommenden Veranstaltungen zu haben“, kündigt Bohrer an. Zudem kann im „Club der 300er“ weiter jeder Mitglied werden, der die Jubiläumskerb unterstützen möchte. Ab einer Spende von 50 Euro werden die Mitglieder in der 48-seitigen Kerbzeitung erwähnt, die eine Auflage von 5 000 Stück hat, und bekommen einen Button.

Außerdem verkürzen einige Ereignisse die Zeit. So steigt am 5. Juni in der Erasmus-Alberus-Kirche erneut die beliebte Foto-Ausstellung von Peter Held, am 11. Juni ist das Kerbteam mit einem Infostand auf dem Markt am Egenberger-Parkplatz vertreten. Und damit auch in diesem Jahr der Lindenplatz genutzt wird, lädt das Kerbteam für den 9. Juli zum „Warm-Up“ vier Wochen vor dem Fest ein.

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