In Dreieichenhain

Sprung übers Feuer letzter Höhepunkt der 300. Kerb

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Dreieich - Krönender Abschluss einer unvergesslichen Kerb: Angeführt vom Blasorchester Dreieich marschieren die Haaner Kerbborschen am Mittwochabend ein letztes Mal die Fahrgasse hinunter. Sie sehen ein bisschen müde aus, aber die Jungs saugen diese letzten Momente ganz bewusst auf.

„Das waren großartige Tage, alles verlief so harmonisch und friedlich. Wir werden das niemals vergessen“, ist sich Kerbvadder Robin Winkel sicher. Die Kerbborsche, 30 an der Zahl, tragen die Strohkreuze und die „Schoppebobbe“ in ihrer Mitte. Die Kerbverbrennung ist der letzte offizielle Akt des Jahrgangs, der die Ehre hatte, die 300. Kerb zu begleiten. Noch ein bisschen festlicher als üblich geht es zu. Mit Fackelträgern als Spalier auf der Burgbrücke ziehen die 18er-Kerbborsche in den Burggarten ein. Dort herrscht dichtes Gedränge.

Bilder von der 300. Haaner Kerb

Es scheint, als sei halb Dreieichenhain auf den Beinen, um das Finale des rauschenden Jubiläumsfests nicht zu verpassen. Der Kerbvadder glänzt mit einer ergreifenden Rede, in der er die Höhepunkte vom Bieranstich über den Gottesdienst bis zum Fahnentreffen Revue passieren lässt. Und dann ist es so weit. Zu „Die Haaner Kerb war doo“ geht die Puppe in Flammen auf. Die Jungs springen übers Feuer, drehen eine letzte Runde auf der Hayner Reitschul’ und um Mitternacht legen sie mit manch Tränchen im Auge die Schärpen ab.

Bilder: Jahrgangstreffen der Haaner Kerbborsche

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