Stadtwerke investieren 400 000 Euro

Neuer Brunnen im Stadtwald

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Im Wald zwischen Dreieich und Neu-Isenburg sind die Bohrarbeiten für einen neuen Brunnen angelaufen.

Dreieich - Die Stadtwerke nehmen rund 400.000 Euro in die Hand, um im Wald zwischen Dreieich und Neu-Isenburg einen neuen Brunnen zu bauen. Er soll im Herbst an die Wasserversorgung angeschlossen werden, der alte wird dann stillgelegt.

Derzeit versorgen die Dreieicher Stadtwerke Sprendlingen und Buchschlag mit Trinkwasser aus acht eigenen Tiefbrunnen, die in der Nähe des Wasserwerks Breitensee im Wald liegen. Rund zwei Millionen Kubikmeter Wasser stammen aus diesen Quellen – das entspricht nach Angaben von Geschäftsführer Steffen Arta zirka 65 Prozent des gesamten Trinkwasserbedarfs aller fünf Dreieicher Stadteile. Das restliche Kontingent kauft das Unternehmen beim Zweckverband Wasserversorgung Stadt und Kreis Offenbach hinzu.

Pro Jahr investieren die Stadtwerke zirka eine Million Euro in die Instandhaltung und den Ausbau ihrer Wasserversorgung. In den vergangenen Jahren wurden bereits fünf der aus den 50er und 60er Jahren stammenden Brunnen durch neue ersetzt. Nun ist Nummer sechs im Dreieicher Stadtwald an der Reihe. Dort hat sich die Hamburger Nord Bohr- und Brunnenbau GmbH an die Arbeit gemacht. Der 300 Kilogramm schwere Bohrkopf muss bis in eine Tiefe von 60 Metern ins Erdreich getrieben werden, um das Grundwasser zu erreichen. Für einen Meter braucht die Firma rund 45 Minuten. Der Brunnen soll im September den bisherigen ablösen und 80 bis 100 Kubikmeter Wasser in der Stunde fördern. Der nächste Neubau ist für 2018 vorgesehen.

Steffen Arta preist die Qualität des flüssigen Dreieicher „Bodenschatzes“. Trinkwasser sei in Deutschland das am besten kontrollierte Lebensmittel. Das Nass aus Dreieich könne sogar zur Zubereitung von Babynahrung verwendet werden, so Arta. (fm)

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