Mit dem Ballon über Offenthal

Stadtwerke lassen Stromstationen in Dreieich verschönern

Im Heißluftballon über Offenthal: Zu sehen an der Borngartenstraße.
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Im Heißluftballon über Offenthal: Zu sehen an der Borngartenstraße.

Die Stadtwerke werten das Dreieicher Stadtbild auf: Der Energieversorger hat die Fassaden dreier großer Stromstationen von einer Künstlergruppe verschönern lassen. Weitere sollen folgen. 

Dreieich – „Ich bin da“ – im Stadtgebiet hängen seit einiger Zeit Transparente mit diesem Versprechen. Dahinter steckt eine breit angelegte Imagekampagne der Stadtwerke Dreieich. Die Botschaft: Auf uns ist Verlass. Das gilt natürlich in Notfällen etwa bei Störungen. Der Slogan soll aber auch signalisieren, dass sich das Unternehmen nicht nur als Energieversorger versteht, sondern als Teil der Stadtgesellschaft.

Dass die Stadtwerke nicht nur Strom, Wasser, Gas und Wärme verkaufen, zeigt sich aktuell gleich in mehreren Stadtteilen. In Dreieichenhain, Offenthal und Sprendlingen hat das Unternehmen Farbspiel aus Brandenburg zwei Stromstationen und eine Gasstation künstlerisch gestaltet – und aus bislang schmucklosen Häuschen bunte Hingucker gemacht. Die Initiative zur Stadtverschönerung ist damit nicht abgeschlossen, sie geht ab Mitte August in die nächste Runde.

Ein absoluter Hingucker: In der Waldstraße können sich Passanten an diesem Anblick erfreuen.

An der Waldstraße in Dreieichenhain, nahe des Bahnübergangs, haben die Graffiti-Künstler zwei Eichhörnchen an die Fassaden gesprüht. Sie erregen Aufmerksamkeit. Immer wieder bleiben Fußgänger und Radfahrer stehen, um zu fotografieren. Nicht viel weniger spektakulär, die Station ist halt deutlich kleiner, kommt das Hauptmotiv in Offenthal daher. Es zeigt zwei Leute, die in einem Heißluftballon über den Stadtteil fahren. An der Seite ist das Offenthaler Wappen zu sehen. Das Wappen wurde der damaligen Gemeinde Offenthal am 28. April 1955 durch den hessischen Innenminister genehmigt. Gestaltet hat es Philipp Gaubatz. Die Entstehung geht auf ein Gerichtssiegel aus dem Jahr Jahr 1686 zurück.

Auch im Sprendlinger Norden hat das Unternehmen Farbspiel seine Handschrift hinterlassen. An der CNG-Gasstation der Aral-Tankstelle an der Einfahrt zum Kurt-Schumacher-Ring röhrt jetzt ein Hirsch. Das bezieht sich natürlich auf die Hirschsprung-Legende.

Hier röhrt jetzt ein Hirsch: Auch der Sprendlinger Norden ist ein bisschen bunter geworden.

Weitere Projekte sind bereits in Planung. Mitte des nächsten Monats machen sich die Brandenburger in der Straße Neue Gärten in Offenthal und in der Fichtestraße in Sprendlingen an die Arbeit. Die Motive werden gemeinsam von Mitarbeitern der Stadtwerke und den Künstlern entwickelt.

Pro Häuschen belaufen sich die Kosten auf etwa 2 500 Euro. Da aufgrund von Corona etliche Veranstaltungen ausgefallen sind und das Sponsoringbudget für die Jahre 2020 und 2021 deshalb nicht ausgeschöpft ist, setzen die Stadtwerke die Mittel zur Aufwertung des öffentlichen Raums ein. (Frank Mahn)

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