Statt einer Toilette gibt es Erdlöcher

Dreieich - Waldkindergarten bereitet sich auf seine Eröffnung am 2. März vor / Eltern und Helfer richten das Gelände ein

(klg) Mit gemeinsamen Kräften wollen freiwillige Helfer, Eltern und Vereinsmitglieder des Waldkindergartens Dreieich den Standort am Ende der Straße Seegewann zwischen Buchschlag und Sprendlingen herrichten. Schwerpunktmäßig geht es um den Platz, auf dem der Bauwagen des Waldkindergartens stehen wird.

An den beiden Samstagen 31. Januar und 14. Februar werden ab 10 Uhr beziehungsweise ab 13 Uhr Dornenhecken gebändigt, tote Bäume beseitigt und eine Rindenmulch-Toilet, te ausgehoben. Die Erfahrung habe nämlich gezeigt, dass die Kinder kein Problem damit haben, mit Hilfe der Erzieher ein Loch zu graben, ihr Geschäft zu verrichten und es dann wieder zuzubuddeln Für diesen Zweck werden feste „Toilettenplätze“ abseits des „Spielgeländes“ festgelegt

Die Untere Naturschutzbehörde beim Landkreis Offenbach hat zwischenzeitlich die Genehmigung für das Aufstellen des Bauwagens auf dem 3000 Quadratmeter großen Naturgrundstück erteilt.

Pünktlich am 2. März, dem Starttermin des Waldkindergartens, wird alles fertig gestellt sein. Doch um den Bauwagen auf dem Gelände aufstellen zu können, sind einige Grundstücksvorbereitungen erforderlich - unter anderem der Rückschnitt der wuchernden Dornenhecken, damit die Kinder nicht darüber stolpern und sich nicht verletzten. Zudem hat die Untere Naturschutzbehörde die Auflage gemacht, totes Gehölz in den Bäumen zu beseitigen.

Nach anfänglichen Standort-Schwierigkeiten - unter anderem, weil es sich bei dem Waldgelände auch um ein Wasserschutzgebiet handelt - hat der Verein gemeinsam mit dem Forstamt Langen, der Unteren Naturschutzbehörde und der Stadt Dreieich eine allseits zufrieden stellende Lösung gefunden: Das von der Stadt gepachtete Grundstück gilt als Bring- und Abholstation für Eltern mit ihren Kindern und ist aus verschiedenen Richtungen zu Fuß, mit dem Fahrrad und vor allem auch mit dem Auto gut zu erreichen. An diesem Treffpunkt wird der Bauwagen als Materiallager aufgestellt. Von hier aus werden die 20 Kinder mit ihren zwei Erzieherinnen und Erziehern täglich in den angrenzenden Wald aufbrechen.

Die Stadt fördert den Waldkindergarten ebenso wie die übrigen Träger von Kindergärten; pro Kind gibt es monatlich 200 Euro. Das sind 70 Euro weniger als sie beispielsweise die „Kids“ bekommen. Grund: Der Waldkindergarten verfügt über kein Gebäude. Für dieses Jahr hat die Stadt 36 000 Euro zur Verfügung gestellt.

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