Metzgerei, Bäckerei und Mitarbeiter gesucht

Tegut schließt Nahversorgungslücke in Sprendlingen

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Seit gestern ist es nicht zu übersehen: Für den Markt in der Frankfurter Straße 70-72, den Rewe vor ein paar Wochen aufgegeben hatte, ist ein Nachfolger gefunden. Tegut macht bereits plakativ auf sich aufmerksam.

Dreieich - Das ist mal eine richtig gute Nachricht: Tegut will noch in diesem Jahr einen Markt in der Frankfurter Straße 70-72 eröffnen – in den Räumen, die Rewe im Februar verlassen hatte. Von Frank Mahn 

Der Vertrag mit dem Eigentümer sei unterschrieben, sagte Tegut-Sprecherin Stella Kircher gestern auf Nachfrage. Nicht nur, aber vor allem vielen älteren Sprendlingern wird ein Stein vom Herzen fallen. Um die Nahversorgung in der Innenstadt ist es seit der Rewe-Schließung schlecht bestellt. Auf der Sprendlinger Haupteinkaufsstraße ist nur noch der Penny verblieben. Der liegt ziemlich zentral und kann schon allein deshalb den etablierten und für den nördlichen Teil Sprendlingens eminent wichtigen Standort an der Frankfurter Straße nicht ersetzen. Den hatte Rewe aufgegeben, weil er nicht rentabel und die Fläche von nicht ganz 700 Quadratmetern für einen Vollsortimenter nach heutigen Maßstäben zu klein sei.

Tegut hingegen streckt schon seit geraumer Zeit seine Fühler in Dreieich aus. „Nach gut zehn Jahren Vorarbeit können wir hier nun endlich Fuß fassen“, freut sich Expansionsleiterin Martina Becker. Wir wollen noch 2016 eröffnen, um für unsere Kunden da sein zu können. Somit schließen wir dann zusammen mit der Stadt Dreieich zeitnah die Lücke in der Nahversorgung.“

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Was die Größe von Verkaufsflächen angeht, ist das Unternehmen mit Hauptsitz in Fulda ziemlich flexibel, betreibt drei verschiedene Konzepte. Eines davon – mit einer Verkaufsfläche bis zu 800 Quadratmetern – wird in Sprendlingen umgesetzt. Die Größe des Marktes bleibt damit gleich. Aber: Das Erdgeschoss wird umgebaut, der Markt um einen sogenannten Vorkassenbereich erweitert. Wo früher Münzen Automaten in einer Spielothek fütterten beziehungsweise Pils gezapft wurde, gibt’s dann demnächst Brötchen, Kuchen, Wurst und Fleisch. Der Lebensmittelkonzern will den zusätzlichen Platz nutzen und sein Angebot um Produkte von zwei aus der Region stammenden Betrieben ergänzen. „Derzeit suchen wir noch einen regionalen Metzger und einen Bäcker für den Vorkassenbereich. Auch freuen wir uns schon jetzt über Bewerbungen von neuen Mitarbeitern“, sagt Becker. Denkbar ist auch, dass der Bäcker ein Café betreibt – Sitzplätze im Freien inklusive.

Nicht nur Tegut ist froh, dass Dreieich bald kein weißer Fleck mehr auf der Landkarte seiner Markt-Standorte ist. Auch die DIC Asset AG, der die Immobilie seit zehn Jahren gehört, freut sich, dass sie einen neuen Mieter hat. Mit Lagern und Personalräumen sind es alles in allem 1700 Quadratmeter, die von Tegut und den Untermietern belegt werden. Der Vertrag hat eine Laufzeit von 15 Jahren. Mit Tegut habe man einen starken Partner gefunden, „der über die unmittelbare Nachbarschaft hinaus ein attraktives Lebensmittelangebot mit regionalen Schwerpunkten für die Bevölkerung zur Verfügung stellt“, sagt Aydin Karaduman, Vorstandsvorsitzender der DIC.

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Von der Nachricht, dass der Mietvertrag bereits unterschrieben ist, wurde sogar Erster Stadtrat Martin Burlon gestern überrascht. „Wir hatten Signale in diese Richtung, aber dass es so schnell geht, ist natürlich umso besser.“ Für die Nahversorgung Sprendlingens sei diese Entwicklung ganz wichtig. Was das Genehmigungsverfahren für den geplanten Umbau betrifft, ist Burlon optimistisch. Es habe ja schon Vorgespräche gegeben.

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