Der Trend geht zur grünen Wiese 

Offenthal: Auch CDU fordert Änderung des Flächennutzungsplans

Die Stoßrichtung ist in etwa die gleiche: Wie die SPD strebt auch die CDU einen nahtlosen Übergang für die Offenthaler in der Nahversorgung an. (Symbolbild)
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Die Stoßrichtung ist in etwa die gleiche: Wie die SPD strebt auch die CDU einen nahtlosen Übergang für die Offenthaler in der Nahversorgung an. (Symbolbild)

Die Stoßrichtung ist in etwa die gleiche: Wie die SPD strebt auch die CDU einen nahtlosen Übergang für die Offenthaler in der Nahversorgung an.

Dreieich –  Heißt konkret: Wenn Rewe den Supermarkt-Standort in der Borngartenstraße aufgeben sollte und kein Wettbewerber einspringt, soll das Einkaufen an anderer Stelle im Stadtteil möglich sein. Wie Anfang Februar angekündigt, haben die Christdemokraten ihren Antrag vom April 2019 der aktuellen Entwicklung angepasst und damit auch auf die Berichterstattung unserer Zeitung reagiert.

Leider habe sich durch die jüngsten Veröffentlichungen die Frage eines möglichen Standorts in der Borngartenstraße erledigt, bedauert Stadtverordneter Kai Wißner, der auch den CDU-Ortsverband Offenthal führt. „Daher schlagen wir nun ganz konkret die Änderung unseres Antrags in der Weise vor, dass die Stadt unmittelbar mit der Baurechtschaffung im Bereich zwischen der Aral-Tankstelle und der Straße Im Stadtgäßchen beginnt. Wichtig war und bleibt für uns: Die Nahversorgung in Offenthal muss zu jeder Zeit sichergestellt bleiben.“

Nach dem Willen der CDU soll der Standort für eine Bebauung mit einem Nahversorger direkt am Stadtgäßchen entwickelt werden. Das deckt sich schon mal mit den Vorstellungen der SPD. Die CDU-Fraktion möchte den Magistrat beauftragen, beim Regionalverband „unverzüglich“ eine Änderung des Regionalen Flächennutzungsplans zu beantragen sowie alle weiteren für die Entwicklung des Areals notwendigen Schritte einzuleiten. Auch hier gibt’s zumindest Parallelen zur SPD.

Der CDU wäre es nicht unrecht, wenn es zu einer Zusammenarbeit mit interessierten Einzelhandelsunternehmen kommen würde. „Sofern ein Unternehmen für eine Kostenübernahme der Baurechtschaffung gewonnen werden kann, ist diese Variante der Baulandentwicklung zu priorisieren“, heißt es. Eruieren soll die Stadtregierung darüber hinaus, ob nahe des Stadtgäßchens eine Bushaltestelle eingerichtet werden kann.

Generell favorisiert die CDU den aktuellen Standort in der Ortsmitte. Die Fraktion bedauert die Aussage von Rewe, dass eine Erweiterung und langfristig auch der Verbleib in der Borngartenstraße auch nach dem Auszug der Sparkasse Langen-Seligenstadt nicht vorstellbar sei. Weil offenbar auch andere Unternehmen kein Interesse an diesem zentralen Standort hätten, bleibe nichts anderes übrig, als auf die grüne Wiese am Ortsrand auszuweichen. Die Voraussetzungen dafür sollten so schnell wie möglich geschaffen werden, meint die CDU. „Wir haben entschieden, der Sicherung der Nahversorgung in Offenthal oberste Priorität einzuräumen. Auch unter dem Aspekt, dass Planungsprozesse eine gewisse Zeit benötigen, insbesondere, wenn wie in diesem Fall eine Änderung des Flächennutzungsplans erforderlich ist, sollte zeitnah der die Entwicklung der in Rede stehende Fläche angegangen werden.“

Zur Diskussion kommt die CDU-Initiative am Mittwoch, 4. März, um 19.30 Uhr im Ausschuss für Stadtentwicklung, Umwelt und Energie. Dann wird es auch einen Antrag der SPD zu der Thematik geben.  

fm

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