Macher des Buchschlag Open Air überwältigt von der Besucherzahl

Dritte BOA-Ausgabe lockt mehr als 2000 Zuhörer in die Villenkolonie

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Auf der zehn Meter breiten Open-Air-Bühne des dritten BOA-Festivals spielten am Wochenende zehn Bands: Unter dem Motto „Das spielt doch sonst keine Sau“ präsentierten Fine-Rip am Samstagabend Gitarren-Bluesrock zum Mitgrooven.

Buchschlag - Rock, Funk und Soul vor der Kulisse der mondänen Villenkolonie – dafür steht das Buchschlag Open Air, kurz BOA. Am Wochenende ging die dritte Ausgabe des Festivals über die Bühne – mit einem neuen Besucherrekord. Von Enrico Sauda 

„So gut besucht wie heute war das Festival um die Uhrzeit im vergangenen Jahr nicht“, freuen sich die Macher des BOA-Festivals am Samstagabend. Hardy Preuße, Manfred Stoll und Stefi Neumann haben das zweitägige Spektakel bereits zum dritten Mal organisiert. Diesmal stimmen alle Faktoren für das Open-Air-Festival am Kirchplatz – selbst das Wetter spielt mit, es ist nicht zu warm und nicht zu kalt.

Zehn Bands spielen am Samstag und Sonntag auf der Bühne am Feuerwehrhaus auf. Die kernig-rockigen Songs des ersten Abends wie „We’re not gonna take it“ von der Band Twisted Sister, die in höchster Lautstärke durch die Boxen dringen, wollen auf den ersten Blick nicht so ganz zum Erscheinungsbild der Buchschlager Villenkolonie passen.

Die Cover-Band Johnny, Jack & Jim spielte sich durch Rockklassiker der 80er Jahre.  

Bei den Besuchern kommt die Mischung aber gut an. „Wir sind zum ersten Mal hier und finden es sehr gelungen“, sagt Thomas, der mit einigen Freunden aus Sprendlingen nach Buchschlag gekommen ist. Auch von den Nachbarn habe es noch nie Beschwerden gegeben, betont das Veranstaltertrio Preuße, Stoll und Neumann. „Buchschlag ist relativ tolerant“, wissen die drei Macher – und das, obwohl die Rock-Gruppen die Regler ihrer Verstärker ganz schön aufgedreht haben.
„Wir sind seit Februar am Werkeln, um diese Zusammenkunft von Musikern aus der Region für Buchschlag und alle Dreieicher zu organisieren“, erklärt Stefi Neumann. Dass es so lang gedauert hat, liegt unter anderem daran, dass sich das Trio viele der zehn auftretenden Bands selbst angehört und angesehen hat. „Wir müssen doch wissen, was die für eine Musik machen“, betont Manfred Stoll, der mit seiner Band Back on Earth auch auf der großen Bühne steht.

Mit von der Partie sind zudem die Alternative-Acoustic-Gruppe Boove, die Band Courthouse, die melodischen Hardrock spielt, Johnny Jack & Jim, die sich auf das Covern von Rockklassikern aus den 80er Jahren spezialisiert haben, und Fine-Rip, die unter dem Motto „Das spielt doch sonst keine Sau“ auftreten. Die Veranstalter ermöglichen das Buchschlag Open Air mithilfe von Sponsorengeldern, „Wir gehen auch mit dem Hut rum und versuchen ein bisschen Geld für die Musiker einzunehmen, denn sie verzichten auf ihre Gage“, so Neumann.

Dass die Organisatoren mit so viel Herzblut und vollem Einsatz dabei sind, zahlt sich aus: Noch im Laufe des ersten Abends knacken sie mit der dritten Ausgabe des BOA die 2 000-Besucher-Marke. „Damit haben wir die Besucherzahl mehr als verdoppelt, das ist überwältigend“, freut sich Stoll am Sonntag – und die Tendenz ist steigend.

Bilder: „Buchschlag Open Air“ in Dreieich 

Denn auch am zweiten Festivaltag gibt es viel Musik auf die Ohren: Nach einem Open-Air-Gottesdienst der evangelischen Versöhnungsgemeinde – einer Premiere – mit Jochen Spengler und dem Kirchenchor kommen Freunde der Klassik mit Cellissimo auf ihre Kosten, bevor Ena Roth und Michael Baum als Stereo Coffee auftreten.

Dann spielen Junk Food fetzigen Funk’n’Soul, bevor die Playground Heroes und Solar Plexus den zweiten Festivaltag beschließen. Die handverlesene Mischung aus Bands kommt scheinbar nicht nur beim lokalen Publikum an. „Wir haben sogar Gäste aus Sardinien da, die eigens angereist sind, um das Festival zu erleben“, erzählt Neumann.

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