Startschuss nächste Woche

Umfrage zum Mobilitätsverhalten: 2200 Haushalte geben Auskunft

Dreieich - Die seit 2016 agierende AG Stadtentwicklung hat sich zum Ziel gesetzt, ein Leitbild für Dreieich zu erarbeiten. Das ist ein langer Prozess, für den viele Felder beackert werden müssen. Ein Thema, das schon länger auf der Agenda steht, geht der Magistrat nun an. Er hat eine Befragung zum Mobilitätsverhalten der Dreieicher in Auftrag gegeben.

Etwa 2 200 Haushalte – von insgesamt etwa 18.800 – bekommen in diesen Tagen Post aus dem Rathaus. Die Empfänger des Briefs wurden per Zufallsgenerator ausgewählt, Absender ist Erster Stadtrat Martin Burlon. Er bittet die Bürger, sich an der Befragung zu beteiligen. Im Kern geht es – anders als bei einer klassischen Verkehrszählung – darum, welche Wege zu welchem Zweck und mit welchem Verkehrsmittel zurückgelegt werden. „Die Ergebnisse werden ein wichtiger Baustein für die künftige Verkehrsplanung sein. Schließlich soll sie vor allem den Bedürfnissen der Bürger vor Ort gerecht werden“, so Burlon.

Mobilität ist Fluch und Segen zugleich. Sie bedeutet Unabhängigkeit, dafür verstopfen Autos die Straßen und sorgen für schlechte Luft. Jeder legt täglich Wege zurück, zur Arbeit, zum Einkaufen oder zur Freizeitgestaltung. Die Stadt will mehr über das Verkehrsverhalten der Dreieicher in Erfahrung bringen. Wer nutzt wann und zu welchem Zweck Auto, Fahrrad, Bahn oder Bus?

Mit der Untersuchung hat der Magistrat die Brilon Bondzio Weiser Ingenieurgesellschaft für Verkehrswesen mbH aus Bochum beauftragt. Sie schickt den ausgewählten Haushalten den Fragebogen samt Freiumschlag in Kürze zu. Zudem wird eine Beantwortung online möglich sein. Laut Burlon beträgt der Zeitaufwand gerade mal zehn Minuten.

Die Aktion soll schon nächsten Montag starten und erstreckt sich über einen Zeitraum von drei Wochen bis zu den Sommerferien. Stichtage für die Erhebung sind Dienstag, Mittwoch oder Donnerstag. Jeder Haushalt wird explizit nur zu einem dieser Tage befragt, das Datum ist in den zugesendeten Unterlagen vermerkt. Die Ausgewählten sollen an diesem Tag eine Art Fahrtenbuch führen und die Strecken aller Haushaltsmitglieder notieren.

Autonome Taxen ändern den Stadtverkehr

„Im Anschluss werden die Daten mit weiteren Informationen wie beispielsweise den aktuellen Verkehrszählungen zu einem Gesamtbild des Verkehrsgeschehens zusammengefasst, das bei zukünftigen Stadt- und Verkehrsplanungen eine wichtige Grundlage sein soll“, führt Burlon aus. Apropos Daten: Der Erste Stadtrat versichert, dass alle Angaben anonym bleiben und nicht anderweitig verwendet werden. Nach Beendigung und Auswertung der Umfrage würden alle Daten umgehend gelöscht. Weitere Infos gibt es bei Kerstin Langstroff vom Fachbereich Planung und Bau: 06103/601-402, kerstin.langstroff@dreieich.de. (fm)

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