Unter neuer Dachmarke

Mercure-Hotel gehört ab 1. Juni zur Best Western-Kette

Die Hälfte der 92 Zimmer ist bereits renoviert, die anderen folgen bis zum Jahresende.

Ein neues Kapitel wird in Kürze im Hotel an der Eisenbahnstraße kurz vor Buchschlag aufgeschlagen. Seit 2008 unter dem Dach der Mercure-Gruppe, verwandelt es sich ab dem 1. Juni in ein Best Western-Hotel. Damit verbunden sind umfangreiche Renovierungen im seit den 70er Jahren bestehenden Hauptgebäude.

Dreieich – Angesagt ist das Vier-Sterne-Hotel vor allem bei Geschäftsreisenden, aber auch bei Jubiläen, Hochzeiten und Familienfeiern, hebt General Manager Manuel Büchs hervor, der zu Jahresanfang die Leitung übernommen und sich ein Team aufgebaut hat. „Aber wir wollen im Tagungsbereich stärker werden“, betont er.

Da habe sich der Wechsel zur Kette Best Western angeboten, die in diesem Bereich stark sei. Für Tagungen bis 100 Personen steht die ebenfalls zum Hotel gehörende schmucke Jugendstilvilla an der Eisenbahnstraße bereit. „Das wollen wir international noch bekannter machen“, unterstreicht Büchs mit Blick auf das tolle Ambiente der Räumlichkeiten, die einstmals dem Besitzer der früheren benachbarten Zahnfabrik gehörten. Im großen Raum im Obergeschoss mit seiner rosa Farbgebung habe beispielsweise die Ehefrau des Fabrikanten an ihren Gemälden gearbeitet. „Die Farbe haben wir beibehalten.“ Ein besonderer Hingucker ist ein weiterer Raum mit seiner dunklen Holzvertäfelung. Die historischen Räume verfügen natürlich über die technische Ausstattung für einen modernen Tagungsbetrieb.

Ihr Haus sehen Hotel-Direktor Manuel Büchs (links) und Christoph Schürmann (Rezeption) gut aufgestellt.

Im Zuge des Wechsels werden alle 92 Zimmer auf Vordermann gebracht. Im Hauptgebäude, das in seinen Anfangszeiten kurz als Appartementhaus genutzt wurde, befinden sich neben 80 Doppel- auch acht Einzelzimmer und vier Suiten. Die Räume in den beiden oberen Etagen erstrahlen schon im neuen Glanz, die beiden unteren folgen bis Jahresende. Die Zimmer der oberen Etage sind in Silber tapeziert, die der darunter liegenden in Weiß. Auch die Gänge kommen an die Reihe. Dafür investiert der Besitzer – das Hotel ist ein Franchiseunternehmen – an die eine Million Euro.

Vorgaben von Best Western zur Renovierung gebe es keine. „Es muss nur zum Standard passen“, so Büchs. Ansonsten müsse bei der Umwandlung schon einiges beachtet werden. Da bleibe es nicht nur beim Austausch des Namens, des Geschirrs, der Kissen und Handtücher. „Da gibt es ein richtiges Brandbook mit allen Vorgaben“, berichtet Büchs. Beispielsweise legt die aus den USA stammende Hotelkette einen noch größeren Wert auf Sicherheit – durch eine doppelte Schließeinrichtung bei den Türen. Regelmäßig werde der Standard kontrolliert.

Das Geschäft im Rhein-Main-Gebiet sei in den vergangenen Jahren nicht einfacher geworden. „Da kommen jedes Jahr Hunderte von Hotel-Zimmern in Frankfurt dazu“, so Büchs. Sein Haus sieht er aber gut aufgestellt. Bei Geschäftsreisenden sei es die Nummer eins in Dreieich. Und viele hätten schon unvergessene Feiern in der Villa und dem Hotel erlebt, was sich herumspreche. Ein weiterer Pluspunkt sei die Lage im Grünen. Fluggäste, die vor dem Weiterflug im Vier-Sterne-Hotel übernachten, würden die Ruhe und die Natur schätzen. Überhaupt spielt der Flughafen eine große Rolle bei den Überlegungen. „Wir setzen große Hoffnungen auf unsere Nähe zum neuen Terminal drei“, meint der Hotel-Manager.

Nichts ändern soll sich übrigens am beliebten Frühstücksbüfett. Büchs: „Das werden wir unseren Gästen weiterhin in der gewohnten Form anbieten.“

VON HOLGER KLEMM

Ein anderes Hotel in Dreieich wird gerade gebaut. Es soll aber keine Touristen beherbergen.

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