Eindrücke aus dem verfallenen Gebäude

Villa Schott: Beschmierte Wände und heruntergestürzte Balken

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Betreten auf eigene Gefahr: In der Villa Schott sind bereits einige Decken eingestürzt.

Sprendlingen - Fenster und Eingänge sind zugemauert, wer die Villa Schott betreten möchte, muss zunächst über einen kleinen Müllberg klettern und dann durch ein Loch im zugemauerten Haupteingang steigen. Von Niels Britsch

Im Gebäude liegen Schutt und heruntergestürzte Balken, die Wände sind beschmiert und durch das teils offene Dach nieselt es. Und doch sind noch Elemente der alten Villa zu erkennen: Muster an den Holztreppen, ein Relief auf dem Boden in einem der Räume. Im ersten Stock ist noch ein Teil eines Bades erhalten - zumindest die Badewanne befindet sich noch dort, und in vielen Räumen hängen noch die alten Heizkörper.

Seit 1961 ist die Villa Schott unbewohnt und entwickelte sich über die Jahrzehnte zum Schandfleck am südlichen Ortsausgang von Sprendlingen. Das einst so schöne Gebäude in der Darmstädter Straße ist denkmalgeschützt, verfiel aber im Laufe der Zeit. Alle Versuche, die Ruine zu sanieren, scheiterten bislang aus unterschiedlichsten Gründen. Jugendliche feierten in dem leerstehenden Gebäude Partys und Obdachlose suchten dort Unterschlupf. Verkohlte Balken in der Villa zeigen, dass ein Brand den Verfall beschleunigte, angeblich in den 90er Jahren soll dort ein Feuer ausgebrochen sein.

Bilder: So verfallen ist die Villa Schott

Der Schandfleck soll bald Vergangenheit sein und in neuem, alten Glanz erstrahlen, denn die Firma FBW Projektbau wird das verfallene Gebäude sanieren und auf dem weitläufigen Gelände weitere Häuser in ähnlichem Stil bauen. Auf dem einst völlig zugewucherten Grundstück haben die Arbeiten bereits begonnen, die Büsche und Sträucher sind entfernt worden.

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