Verein legt Ideen vor

Vision für Götzenhainer Sportgelände

In schlechtem Zustand sind nicht nur die Sportplätze auf dem Gelände in der verlängerten Rheinstraße. Im Funktionsgebäude müssten Toiletten und Umkleiden dringend saniert werden.
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In schlechtem Zustand sind nicht nur die Sportplätze auf dem Gelände in der verlängerten Rheinstraße. Im Funktionsgebäude müssten Toiletten und Umkleiden dringend saniert werden.

Das Sportgelände der SG Götzenhain befindet sich in einem schlechten Zustand. Der Verein hat nun Ideen für eine Sanierung vorgelegt.

Dreieich – Bis ins vergangene Jahr hinein tauchte in der Politik immer mal wieder die Vision einer Ortsrandbebauung bis zur Philippseicher Straße auf. Das hätte das Aus für das Sportgelände in der verlängerten Rheinstraße bedeutet. Die SG Götzenhain, so die Idee, hätte zum HSV umsiedeln sollen. Doch außer der SPD konnte sich niemand wirklich für diesen Plan erwärmen. Und so ist er heimlich, still und leise zu den Akten gelegt worden.

Das Schreckgespenst eines Umzugs hat sich für die etwa 1200 Mitglieder zählende SGG also verflüchtigt. Der Verein als Hauptnutzer will das der Stadt gehörende Areal zukunftstauglich machen und hat Politik und Verwaltung Vorschläge zur Entwicklung der sportlichen Infrastruktur unterbreitet. Unter dem Stichwort „Vision“ liest man da folgendes: „Eine Woche im Mai 2024 auf der Sportanlage Rheinstraße: Vormittags nutzt die Karl-Nahrgang-Schule die Anlage für den Sportunterricht. An den Nachmittagen trainieren die Jugendfußballer auf dem Kunstrasenplatz. Die Outdoor-Jugend nutzt die aufgestellten Sportgeräte auf dem hinteren Teil des Geländes zum Balancieren und für Klimmzüge. An den Abenden trainieren die Erwachsenen-Fußballmannschaften auf dem Kunstrasenplatz. Bei Flutlicht ist auch eine Nutzung nach 20.30 Uhr noch möglich. Die Base- und Softballer trainieren auf ihrem Feld am hinteren Teil der Sportanlage. Am Wochenende finden gleichzeitig ein Fußball- und ein Softball-Heimspiel statt. Der Kunstrasenplatz ist bespielbar, die Toiletten sind renoviert und benutzbar. Die Gäste besuchen den Jugendraum, der von Freitag bis Sonntag als kleine Gaststätte bewirtschaftet wird. Die anwesenden Kinder nutzen den kleinen Spielplatz.“

Der Zustand der Anlage sei in Teilen sehr schlecht, sagt Vorstandsmitglied Sven Engel. Im Funktionsgebäude müssten die Umkleiden und die sanitären Anlagen (Engel: „Die wirken abschreckend“) dringend saniert werden. „Zudem sind wir weit weg von barrierefrei.“ Um den Rasenplatz kümmert sich seit einiger Zeit der DLB. Er macht vom Guck her einen guten Eindruck, ist aber nach Angaben der SGG aufgrund einer defekten Drainage bei schlechten Witterungsverhältnissen unbespielbar. Ein Kunstrasen, wie in den anderen Stadtteilen außer Buchschlag, könnte Abhilfe schaffen. Probleme mit der Drainage gibt’s auch auf dem großen Hartplatz, den die Baseballer nutzen. Wenn’s stark regnet, steht der Platz ratzfatz unter Wasser. Von Moos und Unkraut gar nicht zu reden.

Um das zu ändern, hat sich ein Team des Vereins Gedanken über die Entwicklung des Geländes gemacht und Ideen skizziert. „Wir wünschen uns einen breiten politischen Konsens“, sagt Engel. Und natürlich wolle der Verein auch seinen Teil zu einer Sanierung beitragen. Die SGG ist also in die Offensive gegangen. Jetzt bleibt abzuwarten, welche Taktik Politik und Verwaltung favorisieren.

Von Frank Mahn

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