Hauptstelle wird umgebaut

Volksbank: Neue Optik und Café

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Der über Jahre die Optik der Volksbank prägende verglaste Pavillon wird im Zuge des Umbaus abgerissen. An seiner Stelle entsteht ein möblierter Außenbereich, den der Café-Betreiber nutzt. Die Arbeiten sollen im Mai beginnen und werden schätzungsweise ein halbes Jahr dauern. Der Betrieb läuft – mit kleinen Einschränkungen – weiter.

Dreieich - Ein zentraler Ort in der Sprendlinger Innenstadt bekommt ein neues Gesicht und soll dadurch deutlich an Attraktivität gewinnen. Von Frank Mahn 

Die Volksbank Dreieich nimmt 1,5 Millionen Euro in die Hand, um ihre Dreieicher Hauptstelle umzubauen und noch mehr auf die Bedürfnisse ihrer Kunden zuzuschneiden. Der Clou: Anstelle des verglasten SB-Bereichs entsteht ein Platz zur Kommunikation inklusive eines Cafés. Die Volksbank habe im Geschäftsjahr 2015 ein Wachstum verzeichnet, „das es in dieser Größenordnung in unserer Geschichte noch nicht gegeben hat“, sagt Vorstandsvorsitzender Stephan M. Schader. Allein im Baufinanzierungsgeschäft verbuchte die Genossenschaftsbank einen Zuwachs von mehr als 80 Prozent. Bei einem Zins- und Provisionsergebnis von 41,5 Millionen Euro und einem Kreditplus von 17,7 Prozent auf rund 952 Millionen Euro weist das Geldinstitut einen stabilen Bilanzgewinn von 1,6 Millionen Euro auf.

Obwohl sich zunehmend auch ältere Kunden als Online-Banker betätigen, ist der Bedarf der Kunden an persönlicher Beratung weiterhin hoch. Nach wie vor ist die Filiale für den Kunden der wichtigste Kontaktpunkt zur Bank, obwohl er sie seltener besucht. Dann aber erwartet er eine angenehme Atmosphäre und – ganz wichtig – wie Umfragen immer wieder zeigen. „Die Leute wünschen sich einen festen Ansprechpartner“, sagt Schaders Vorstandskollege Jens Prößer. Zudem legen sie großen Wert darauf, Gespräche mit ihrem persönlichen Berater in einem „angenehmen Umfeld zu führen“, so Schader. Deshalb arbeite die Volksbank kontinuierlich daran, ihren Service zu verbessern und auf die Bedürfnisse ihrer Kunden abzustimmen. So wurde die Zahl der Mitarbeiter (302 im gesamten Geschäftsgebiet), die unmittelbar in der Kundenbetreuung tätig sind, auf 160 erhöht. Sie beraten seit Mai vergangenen Jahres 60 Stunden in der Woche – montags bis freitags von 8 bis 20 Uhr. Das wissen vor allem Berufstätige zu schätzen.

„Die Investitionen in die Niederlassungen sind das Fundament für unser Wachstum“, sind sich Schader und Prößer sicher. Der Umbau der „Leuchttürme“, also der Hauptstellen, ist zentrales Element der Geschäftspolitik. Vergangenes Jahr wurde die für gut zwei Millionen Euro rundumerneuerte Filiale in Langen eingeweiht, in Dietzenbach und Neu-Isenburg läuft die Sanierung derzeit. Im Mai soll es in Sprendlingen losgehen – auch hier setzt die Volksbank ein „Wohlfühlkonzept“ mit wohnzimmerähnlich möblierten und ausschließlich zur Beratung genutzten Büros um. Ein Comeback feiert der klassische Kassenbereich – damit erfüllt die Bank einen Wunsch, der vor allem von Firmenkunden und Senioren an sie herangetragen wurde.

Schwarz und stark: Perfekter Kaffee ist Geschmackssache

Die Selbstbedienungsautomaten werden in das Bankgebäude integriert, der von Glas dominierte Pavillon an der Gabelung von Frankfurter und Offenbacher Straße wird abgerissen. Momentan sei der Eingang als solcher kaum wahrzunehmen, meint Prößer. Durch den Wegfall des Anbaus eröffnet sich zudem die Chance, den Platz aufzuwerten. Schader und Prößer kündigen eine „attraktive Außenanlage“ an, die in der wärmeren Jahreszeit Lust zum Verweilen macht. Denn: Dort werden nicht nur Bäume gepflanzt und Sitzgelegenheiten installiert – die Volksbank ist sich mit einem bekannten Café-Betreiber aus der Region einig geworden. Im Inneren sind auf 80 Quadratmetern gut 25 Sitzplätze vorgesehen, draußen sind es etwa 30.

Die Volksbank will aber nicht nur den Platz umgestalten, sondern die Optik rund um das Gebäude verbessern. Dazu sei man mit der Stadt im Gespräch, unter anderem sei eine neue Pflasterung der Bürgersteige angedacht, erklärt Stephan M. Schader. Offen ist, wie es mit der Verkehrsführung an der Gabelung weitergeht. Sowohl der Masterplan des Vereins Zukunft Dreieich als auch das City-Konzept des ADFC regen den Bau eines Kreisels an. „Wenn der Kreisel die Innenstadt aufwertet, wäre es uns sehr recht“, sagt Schader. Die Gestaltung des Platzes sei davon aber nicht tangiert.

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