Fusion

Volkshochschule Dreieich und Kreis-VHS verschmelzen

In Folge der Fusion löst sich auch der VHS-Verein auf. Dessen Vorsitzender Gerhard Kress wird von den Dreieicher VHS-Leiterinnen Susanne Hormel (links) und Angelika Köhler verabschiedet.
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In Folge der Fusion löst sich auch der VHS-Verein auf. Dessen Vorsitzender Gerhard Kress wird von den Dreieicher VHS-Leiterinnen Susanne Hormel (links) und Angelika Köhler verabschiedet.

Die Volkshochschule des Kreises Offenbach und die Dreieicher VHS haben eine Fusion vereinbart. Der Zusammenschluss soll unter anderem für mehr Bürgernähe und Transparenz sorgen, heißt es in einer Mitteilung aus dem Kreishaus.

Dreieich – Demnach übernimmt die Volkshochschule des Kreises ab Januar vom Verein VHS Dreieich den Bereich der Volkshochschularbeit. Beide Seiten versprechen sich davon einen einfacheren Zugang der Kunden zu den Bildungsangeboten. Natürlich spielen bei der Verschmelzung auch die Bündelung von Kräften, das Nutzen von Synergien und die Reduzierung der Verwaltungsarbeit eine Rolle. Zwar geht die Dreieicher Volkshochschule organisatorisch in die des Kreises über, sie behält aber ihren Namen.

„Zwischen beiden Institutionen gibt es bereits seit rund 30 Jahren personell und räumlich eine Kooperation. Die Fusion ist eine vernünftige Folge der bestehenden Zusammenarbeit. Damit entfallen doppelte Verwaltungsaufgaben und das Buchen der Kurse wird unkomplizierter“, sagt Landrat Oliver Quilling.

Die jahrzehntelange Doppelstruktur mit zwei Volkshochschulen in einer Stadt hatte immer wieder Irritationen verursacht. Bei der Anmeldung für Kurse in Dreieich gab es Missverständnisse und zeitliche Verzögerungen, denn beide Bildungseinrichtungen hatten bereits seit 1988 in der Konrad-Adenauer-Straße in Sprendlingen Räumlichkeiten nebeneinander. Dort wollten sich oftmals Interessenten für Kurse der Kreis-VHS bei der VHS Dreieich anmelden. Doch das ging ausschließlich im damaligen Sitz der Kreisverwaltung in Offenbach oder seit 2002 im Kreishaus in Dietzenbach. Zwei Volkshochschulen als Nachbarn auf einer Etage, das gibt’s auch seit 2008, als die Geschäftsstellen beider Einrichtungen ins Haus des Lebenslangen Lernens zogen.

„Aus diesem langjährigen Nebeneinander wird jetzt ein effizientes Miteinander. Beim Zusammengehen der Volkshochschulen war für uns die Beibehaltung des vielfältigen Angebotes in Dreieich eine unablässige Bedingung“, so Quilling. Die Fusion wird auch von der Stadt positiv gesehen. „Gemeinsam geht’s auch hier noch besser“, sagt Bürgermeister Martin Burlon. „Wir werden auch künftig in Dreieich ein umfassendes Bildungsangebot für alle Bürger vorhalten, aus einer Hand, mit einer effizienten Struktur und nah an den Menschen.“

Die Tatsache, dass zwei Volkshochschulen in einer Stadt präsent waren, machte sich auch an der sogenannten Weiterbildungsdichte bemerkbar. Sie gibt die Zahl der Unterrichtsstunden pro tausend Einwohner an. 2018 lag sie für alle Volkshochschulen im Kreis bei durchschnittlich 252, für die Stadt Dreieich bei 672. „Unsere Erfahrung in der öffentlichen Erwachsenenbildung hat gezeigt, dass die örtliche Nähe sowie unkomplizierte Zugangswege die besten Voraussetzungen für einen VHS-Besuch darstellen. Beide Bedingungen sind künftig in Dreieich mit dem Zusammengehen der beiden Einrichtungen ideal umgesetzt“, ist Landrat Oliver Quilling überzeugt. (fm)

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