STG legt sich bei Auflagen ins Zeug

Vorfreude aufs Hooschebaafest

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So gut besucht wie 2011 darf’s nach dreijähriger Pause gerne auch wieder bei der Neuauflage des Hooschebaafests werden. Vom 15. bis 17. Juli wird der Lindenplatz zur Feierzone.  

Sprendlingen - Nach dreijähriger Pause steigt im Sommer zum ersten Mal wieder das Hooschebaafest auf dem Lindenplatz. Bei der Sprendlinger Turngemeinde (STG) – nun alleiniger Veranstalter – laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Von Cora Werwitzke 

Nach einem Vor-Ort-Termin mit Vertretern des städtischen Ordnungsamts ist Vorsitzender Matthias Matthes sicher, dass die Sprendlinger vom 15. bis 17. Juli an angestammter Stelle ausgelassen feiern können. Die Gründe für das zwischenzeitliche Aus des Fests sind bekannt: Behördliche Auflagen und die verregnete (und deshalb umsatzschwache) Auflage 2012 ließen die Freunde Sprendlingens und die STG als Veranstalter kapitulieren. Seitdem hatte Dreieich einen Höhepunkt weniger im Veranstaltungskalender – für viele Sprendlinger ein schmerzlicher Verlust.

Seit vergangenem Jahr steht fest: Die Turngemeinde wagt eine Neuauflage als alleiniger Veranstalter. Ein zehnköpfiges Team hat sich der Organisation verschrieben und ist jetzt – drei Monate vor Festbeginn – schon gut eingespannt. Zur Motivation trägt bei, dass nun nach einer Begehung mit Verantwortlichen der Stadt vergangene Woche letzte Zweifel am Comeback des Fests ausgeräumt sind.

„Wir rocken das Hooschebaafest“, versprechen die vier Quietschboys auf ihrer Homepage. Das klingt nach einem amtlichen Partyabend.  

„Wir haben einen Plan mit Flucht- und Rettungswegen erarbeitet, um Diskussionspunkte von Anfang an zu vermeiden“, berichtet Matthes. Gemeinsam mit dem Ordnungsamt werde der Aufbau von Bänken, Tischen und Bewirtungsständen so bewerkstelligt, dass während des Fests keine Nadelöhre bei Einfahrten von Rettungsfahrzeugen entstehen. Die Zusammenarbeit mit der Stadt verlaufe gut, so der Vorsitzende, der optimistisch ist, dass das Hooschebaafest künftig nicht mehr an behördlichen Auflagen scheitert. Ein Kraftakt ist die Organisation freilich trotzdem – „selbst für einen Verein mit knapp 1 000 Mitgliedern“, fügt Matthes hinzu. Bekanntlich erneuert die STG aktuell auch ihre Vereinshalle in der Rhönstraße. Die Helfer des Vereins („etwa 50 Leute“) werden an den drei Festtagen ehrenamtlich anpacken. „Und wir freuen uns über jeden zusätzlichen freiwilligen Helfer“, wirbt der Vereinschef. „Jeder kann so individuell dazu beitragen, dass dieses schöne Fest nach 2012 wieder ein fester Bestandteil des Dreieicher Kulturlebens wird.“

Archivbilder aus dem Jahr 2011

Hooschebaa-Fest auf dem Lindenplatz

Das Festprogramm steht mittlerweile fest: Am Freitag (15.) geht’s um 18 Uhr mit der Bewirtung los. Von 20 Uhr bis Mitternacht entert die Band Pfund die Bühne mit Musik aus den vergangenen vier Jahrzehnten. Der Samstag (16.) startet um 15 Uhr mit einer Extra-Portion Volksmusik von den Steirern, ehe um 19 Uhr erst die zwölfköpfige Soulband Soular Plexus und um 22 Uhr die Kult-Partyband Die Quietschboys aus Frankfurt das Mikro übernehmen. Am Sonntag (17.) folgt um 11 Uhr ein Frühschoppen samt Darbietungen des Jugendorchesters und des STG-Musikzugs.

„Wir haben versucht, möglichst viele musikalische Wünsche zu bedienen“, kommentiert Matthes das Bühnenprogramm. Schließlich soll das Fest weiterhin als Treffpunkt für Jung und Alt dienen. Um für jedwedes Wetter gewappnet zu sein, werden darüber hinaus mehrere große Marktschirme zur Verfügung stehen, die bei Sonne Schatten spenden und bei Regenschauern Zuflucht bieten. „Das Fest ist nach wie vor ein OpenAir-Event“, sagt der Vorsitzende, „doch wir möchten die Risiken minimieren, die 2012 im Endeffekt dazu geführt haben, dass die Festtradition zum Erliegen kam“.

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